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52. Tagung der Bayerischen Urologenvereinigung und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie


06.-08.05.2026
Würzburg

Meeting Abstract

Roboterassistierte Prostataadenomenukleation – RAPAE

David Kajaia - Sozialstiftung Bamberg, Bamberg, Deutschland
Vahudin Zugor - Sozialstiftung Bamberg, Bamberg, Deutschland
Benjamin Hager - Sozialstiftung Bamberg, Bamberg, Deutschland

Text

Einleitung: Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine der häufigsten gutartigen Erkrankungen des alternden Mannes. Bei einem Prostatavolumen von über 80 ccm können endoskopische Enukleationsverfahren, eine offen-chirurgische Prostataadenomenukleation oder eine laparoskopische Prostataadenomenukleation angeboten werden. Die roboterassistierte Chirurgie ersetzt zunehmend die laparoskopischen und offen operativen Techniken.

Methodik: Seit Februar 2019 bis heute haben in unserer Klinik 352 Patienten eine roboterassistierte Prostataadenomenukleation bekommen. Die operativen und funktionellen Ergebnisse von 300 Patienten können wir nun präsentieren.

Ergebnisse: Mittleres Alter betrug 71,95 J (52–85), durchschnittlicher stationärer Aufenthalt war 6,86 Tage (4–18). Der stationäre Aufenthalt der lag bei durchschnittlich 6,8 Tagen. Mittleres Prostatavolumen betrug 123,87 ccm (31–240). Die durchschnittliche Operationszeit wurde mit 122,2 min gemessen (81–333). Die Auswertung zeigte, dass 97 von 300 Patienten simultan eine weitere Operation bekommen haben. Die Analyse der funktionellen Ergebnisse zeigte einen durchschnittlichen präoperativen Restharnwert von 164 ml (20–2000) und der gleiche Wert postoperativ betrug 24 ml (0–130). Das IPSS wurde mit 21,3 (7–35) Punkten präoperativ erhoben, und der gleiche Wert postoperativ war 4,2 (1–26) Punkte. Der durchschnittlicher Lebensqualitätsindex veränderte sich von 3,8 (1–5) Punkten präoperativ zum 1,1 (0–5) Punkten postoperativ. Durchschnittlicher max. Flowwert präoperativ war 13,9 ml/s und 22,56 ml/s (9–47) postoperativ. Der durchschnittliche präoperative IIEF Score lag bei 10,79 Punkten, wobei der postoperative IIEF-Score bei durchschnittlich 9,46 Punkten lag.

Schlussfolgerung: Roboterassistierte Prostataadenomenukleation ist bei einem größeren Prostatavolumen eine mögliche Alternative zu transurethralen Operationsverfahren und zur offenen Adenomenukleation. Begleiterkrankungen wie Harnblasensteine, Blasendivertikel und Leistenbrüche sind simultan einfach behandelbar. Die Ergebnisse und Komplikationsrate sind in geübter Hand vielversprechend. Durch ein minimalinvasives Operationsverfahren erreicht man ein geringeres Operationstrauma, sodass die Patienten eine schnellere Rekonvaleszenz erfahren.