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- Hitzeresiliente Gesundheitsversorgung: Integrierte Daten für die Versorgungspraxis und -planung für aktuelle und zukünftige Generationen
Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Hitzeresiliente Gesundheitsversorgung: Integrierte Daten für die Versorgungspraxis und -planung für aktuelle und zukünftige Generationen
Text
Namen der Moderierenden sowie der Vortragende
Moderation: Max Bürck-Gemassmer
Vortragende: Alexander Hapfelmeier, Michael Baumann, Verena Schmidbauer, Sandra Hischke, Kirsten Duggan, Sarah Heidenreiter
Hintergrund: Hitze wird in Deutschland als zunehmendes Gesundheitsrisiko betrachtet. Sie kann Mortalität und Morbidität steigern und das Gesundheitswesen belasten, wobei bestimmte Bevölkerungsgruppen und Regionen besonders vulnerabel sind. Eine integrierte Betrachtung aus Epidemiologie, Ökonomie, Versorgungsforschung und Praxis ermöglicht es, aktuelle und zukünftige Risiken besser zu verstehen und gezielt wirksame Anpassungsmaßnahmen sowie Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Zielsetzung/Fragestellung: Das Symposium zeigt anhand verschiedener methodischer und praxisnaher Ansätze, wie sich gesundheitliche Auswirkungen von Hitze in Deutschland erfassen, modellieren, ökonomisch bewerten und in konkrete, regional angepasste Maßnahmen für Gesundheitswesen und Kommunen übersetzen lassen.
Diskussionspunkt: Welche (belastbaren) Erkenntnisse können aus epidemiologischen Datenanalysen, prognostischer Modellierung, ökonomischen Bewertungen, räumlicher Vulnerabilität und Praxiserfahrungen bezüglich hitzeassoziierter Risiken gewonnen werden? Gibt es konkrete und regional umsetzbare Maßnahmen für Prävention, Versorgung und Krisenmanagement? Wie können Einrichtungen des Gesundheitswesens und Kommunen auf Extremhitze vorbereitet werden?
Inhalt: HIRGEV ist ein Konsortialprojekt mit abgestimmten Teilprojekten. Im Symposium werden Ergebnisse von sechs Themenschwerpunkten vorgestellt:
- Risikomodellierung bezüglich Mortalität, Morbidität und Systembelastung mittels geographischer Klimadaten und GKV-Routinedaten (~8,5 Millionen Versicherte in 2015–2024).
- Mathematische Differentialgleichungsmodelle für die Prognose zukünftiger Hitzeszenarien und Ableitung von Handlungsempfehlungen.
- Gesundheitsökonomische Evaluation direkter, indirekter und intangibler Kosten der Hitze.
- Vulnerabilitätsindex zur Identifikation besonders gefährdeter Regionen mit Bedarf hitzeangepasster Gesundheitsmaßnahmen.
- Erhebung unter älteren Menschen (65+) bezüglich Lebensrealität, Gesundheitsrisiken, Umgang mit Hitze und Nutzen bestehender Schutzmaßnahmen in Pflegeeinrichtungen und im häuslichen Setting für die Entwicklung praxistauglicher, regionalspezifischer Klimaanpassungsmaßnahmen und Handlungsempfehlungen.
- Workshops zum Krisenmanagement und entsprechender Handlungsmöglichkeiten bei Extremhitze auf kommunaler Ebene, im stationären Setting und in der ambulanten Pflege.
Take Home Message für die Praxis: Hitze stellt ein zunehmendes und quantifizierbares Gesundheitsrisiko dar – medizinisch wie ökonomisch. Regionale und stratifizierte Präventions- und Anpassungsstrategien sind erforderlich.
Interessenkonflikte: Keine



