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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Evidenz trifft Alltag: wie Bürger:innen Gesundheitsinformationen beurteilen

Christina Radl-Karimi - Medizinische Universität Graz, Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung, Graz, Österreich
Nicole Posch - Medizinische Universität Graz, Institut für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung, Graz, Österreich
Julia Lühnen - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Klinische Pflegewissenschaft, Berlin, Deutschland
Nicole Schemmel - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Klinische Pflegewissenschaft, Berlin, Deutschland

Text

Hintergrund: Gesundheitsinformationen begegnen uns heute überall – in Medien, Apps, sozialen Netzwerken oder in der Arztpraxis. Vielen Menschen fällt es jedoch schwer einzuschätzen, welchen Informationen sie vertrauen können. Auch die Wissenschaft steht vor der Herausforderung, Gesundheitsinformationen verständlich, alltagstauglich und wissenschaftlich korrekt aufzubereiten.

Zielsetzung/Fragestellung: Gemeinsam mit Bürger:innen möchten wir diskutieren, nach welchen Kriterien Menschen Gesundheitsinformationen als vertrauenswürdig einschätzen und wie sich diese Perspektiven mit etablierten Qualitätsstandards vereinen lassen.

Diskussionspunkt: Besprochen wird, welchen Quellen Menschen vertrauen und warum, woran gute Informationen zu erkennen sind, welche Unsicherheiten bei der Bewertung auftreten und welche Kriterien im Alltag anwendbar sind.

Zielgruppe: Bürger:innen, die Interesse daran haben, Gesundheitsinformationen kritisch zu hinterfragen und mit Forschenden gemeinsam Qualitätskriterien zu diskutieren.

Didaktische Methode/n: Der Workshop nutzt aktivierende, teilnehmerorientierte Methoden: Nach einem kurzen Icebreaker („Welcher Quelle für Gesundheitsinformationen vertrauen Sie?“) erarbeiten Kleingruppen Kriterien für vertrauenswürdige Gesundheitsinformationen. Diese werden diskutiert und durch einen kurzen Impulsvortrag zu wissenschaftlichen Qualitätskriterien ergänzt. Anschließend werden die Kriterien anhand realer Broschüren mithilfe der Ampelmethode angewendet und diskutiert. Den Abschluss bildet eine digitale Abstimmung (Mentimeter) mit der Frage, welches Kriterium die Teilnehmenden künftig bei der Bewertung von Gesundheitsinformationen anwenden möchten.

Take Home Message für die Praxis: Teilnehmende lernen, die Qualität von Gesundheitsinformationen besser einzuschätzen. Forschende erhalten Einblicke, welche Merkmale Bürger:innen besonders wichtig sind.

Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: Ca. 25

Kurzvorstellung des/r Workshop-leitenden Person/en: Nicole Posch und Christina Radl-Karimi forschen zu Gesundheitskompetenz, verlässlichen Gesundheitsinformationen und partizipativen Ansätzen, bei denen Menschen aktiv in Forschungsprojekte einbezogen werden.

Julia Lühnen und Nicole Schemmel forschen zu Qualitätskriterien für evidenzbasierte Gesundheitsinformationen, den Informationsbedarfen und Präferenzen diverser Adressat:innengruppen und dazu, wie die Bereitstellung diversitätssensibler Gesundheitsinformationen gelingen kann.

Interessenkonflikte: Keine