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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Die Gesundheitsversorgung von LGBTIQ+-Personen 2035 – ein interaktiver Zukunftsworkshop

Wolfram Joachim Herrmann - DGSMP AG Sexuelle und Geschlechtliche Diversität, Deutschland; Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland
Simone Spangler - DGSMP AG Sexuelle und Geschlechtliche Diversität, Deutschland; Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport, Deutschland
Anna Wittenstein - DGSMP AG Sexuelle und Geschlechtliche Diversität, Deutschland; Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland
Rieka von der Warth - DGSMP AG Sexuelle und Geschlechtliche Diversität, Deutschland; Universitätsklinikum Bonn, Bonn, Deutschland
Philip Oeser - DGSMP AG Sexuelle und Geschlechtliche Diversität, Deutschland; Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin, Deutschland

Text

Hintergrund: Lesbische, schwule, bisexuelle, asexuelle, trans, inter und queere (LGBTIQ+)-Personen weisen spezifische Gesundheitsrisiken und Versorgungsbedarfe auf. Gleichzeitig bestehen im deutschen Gesundheitssystem weiterhin strukturelle Barrieren, die zu Unterversorgung und Diskriminierung führen können. Zu den spezifischen herausforderungen zählen unter anderem ein erhöhtes Risiko für Einsamkeit und psychische Belastungen, besondere Anforderungen in der Transitionsversorgung sowie Herausforderungen im Zugang zu diskriminierungssensibler Versorgung.

Die Versorgung erfolgt derzeit überwiegend im hausärztlichen Bereich, teils in spezialisierten Hausarztpraxen. Dennoch bestehen weiterhin Versorgungslücken, regionale Ungleichheiten sowie Probleme im Umgang mit Kostenträgern und institutionellen Strukturen.

Zielsetzung/Fragestellung: Der Workshop zielt darauf ab, gemeinsam konkrete Zukunftsbilder einer bedarfsgerechten, diskriminierungssensiblen Gesundheitsversorgung für LGBTIQ+-Personen im Jahr 2035 zu entwickeln und daraus realistische Handlungsschritte für Gegenwart und nahe Zukunft abzuleiten.

Diskussionspunkt: Der interaktive Zukunftsworkshop ermöglicht einen strukturierten Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft und fördert die Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze.

Zielgruppe: Bürger:innen, Patient:innen, Ärzt:innen, Gesundheitswissenschaftler:innen sowie Akteur:innen aus Politik und Selbstverwaltung.

Didaktische Methode/n: Der Workshop ist dreiphasig aufgebaut:

In der ersten Phase des Workshops werden Zielbilder für eine gute Gesundheitsversorgung von LGBTIQ+ Patient:innen für 2035 in einem World-Cafe-Format entwickelt.

Anschließend findet in Kleingruppen ein Backcasting statt: Was muss 2030 passiert sein, um die Zukunftsbilder 2035 zu erreichen, welche Entscheidungen waren 2028 kritisch, was müssen wir jetzt 2026 dafür starten?

In einer dritten Phase leiten die Teilnehmer:innen individuell für sich konkrete Handlungsmaßnahmen für ihren Kontext ab.

Take Home Message für die Praxis: Eine diskriminierungssensible und bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung für LGBTIQ+-Personen erfordert konkrete Entscheidungen im Hier und Jetzt – und kann nur interdisziplinär und interprofessionell gestaltet werden.

Kurzvorstellung des/r Workshop-leitenden Person/en: Die Workshopleitenden sind Mitglieder der AG Sexuelle und Geschlechtliche Diversität der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP). Sie vereinen unterschiedliche fachliche Perspektiven aus Medizin, Gesundheitswissenschaften und Community-Arbeit und bringen sowohl wissenschaftliche als auch praxisnahe Expertise in den Workshop ein.

Geschätzte Anzahl Teilnehmern/innen: 10–20

Interessenkonflikte: Die workshopleitenden Personen sind Mitglieder der AG Sexuelle und Geschlechtliche Diversität der DGSMP und teilweise selbst Teil der LGBTIQ+-Community.