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- Ernährungsmedizin in der hausärztlichen Praxis – Versorgungslücken schließen durch eigene Beratung und gezielte Weiterleitung an Fachkräfte
Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Ernährungsmedizin in der hausärztlichen Praxis – Versorgungslücken schließen durch eigene Beratung und gezielte Weiterleitung an Fachkräfte
Text
Hintergrund: Laut der Global Burden of Disease Study hat ungesunde Ernährung einen massiven Einfluss auf Morbidität Mortalität in Deutschland. Die überwiegende Mehrheit der Leitlinien zu chronischen Erkrankungen nennen Ernährung als eine der wichtigsten Maßnahmen in Prävention und Therapie. In der sozialwissenschaftlichen Forschung und im Alltag der hausärztlichen Praxis zeigt sich, dass viele Patient:innen eine ungenügende Ernährungskompetenz besitzen. Teil der ärztlichen Aufgabe ist es, die Möglichkeiten einer Gesunden Ernährung bei ernährungsmitbedingten Erkrankungen wie arterieller Hypertonie, Diabetes Mellitus oder Fettleber mitzudenken. Die ärztliche Ausbildung zu Ernährungsmedizin ist ungenügend, auch ist den wenigsten Hausärzt:innen bekannt, wie sie entsprechende Patient:innen zu Fachkräften weiterleiten können und welche Möglichkeiten es gibt, die Kosten dafür von Krankenkassen bezuschussen zu lassen. So wird das Potenzial einer gesunden Ernährung und der Ernährungsmedizin in Deutschland bei weitem nicht ausgeschöpft.
Zielsetzung/Fragestellung: Wie kann das präventive und therapeutische Potenzial gesunder Ernährung im hausärztlichen Alltag besser eingesetzt werden? Welche Ressourcen und leitliniengerechten Tools gibt es, die Hausärzt:innen selbst in der Praxis anwenden können? Wie können Hausärzt:innen innerhalb eines Systems, in dem Ernährungsberatung und -therapie kaum finanziell honoriert wird, Patient:innen an geeignete Fachkräfte weiterleiten?
Material & Methoden: Den Teilnehmenden werden praktische Tools und Tipps aufgezeigt, um Patient:innen selbst zu versorgen oder effektiv an Fachkräfte weiterzuleiten. Dazu werden Ressourcen z.B. der KBV aber auch Formularen zur Ernährungstherapie und Präventionsleistungen nach SGB V aufbereitet.
Ergebnisse: Teilnehmende werden mit praktischen Tools und Informationen ausgestattet, um sofort in der Sprechstunde tätig werden zu können und Patient:innen mit ernährungsmitbedingten Erkrankungen entsprechend zu versorgen zu können.
Diskussion: Das Potenzial präventiver Ernährungsberatung und kurativer Ernährungstherapie wird in Deutschland bei weitem nicht ausgenutzt. Wie können Hausärzt:innen die Versorgungslücke schließen, ohne auf neue Abrechnungsziffern und politische Veränderungen zu warten? Welche bestehenden Wege im Gesundheitssystem können genutzt und ausgebaut werden?
Take Home Message für die Praxis: Ernährungsmedizin hat ein enormes Potenzial für Prävention und Behandlung chronischer Erkrankungen. Hausärzt:innen können direkt in der Sprechstunde aktiv werden und Patient:innen auch proaktiv an Fachkräfte weiterleiten.
Interessenkonflikte: Keine



