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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Einsatz von E-Learnings zur Förderung der digitalen Gesundheitskompetenz: randomisiert-kontrollierte Studie
Text
Hintergrund: Digitale Gesundheitskompetenz stellt in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft eine wichtige Fähigkeit zum Erhalt und zur Förderung der Gesundheit dar. Aktuelle Studien belegen jedoch Defizite in verschiedenen Bevölkerungsgruppen, auch bei Jugendlichen. Bisher fehlen positiv evaluierte, lebensweltnahe Interventionen. Als Lösungsansatz wurden von der Stiftung Gesundheitswissen neue, gamifizierte und mobil-optimierte E-Learnings für den flexiblen Einsatz in verschiedenen Bildungskontexten entwickelt.
Zielsetzung/Fragestellung: Ziel der Studie ist die Wirksamkeitsprüfung (Proof-of-Concept) eines dieser neu entwickelten E-Learnings bzgl. der Förderung der digitalen Gesundheitskompetenz sowie die Evaluation seiner Qualität und Anwendbarkeit.
Diskussionspunkt: Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von kurzen E-Learnings in Bildungskontexten: Bereits eine 10-minütige Intervention erzielt signifikante Wissenszuwächse bei hoher wahrgenommener Qualität. Die heterogenen Ergebnisse verdeutlichen jedoch auch, dass Anpassungen notwendig sind, um dieses Potenzial für die umfangreiche und zielgerichtete Förderung der digitalen Gesundheitskompetenz zu nutzen.
Inhalt: In einer webbasierten, randomisiert-kontrollierten Studie wurden zwei unabhängige Stichproben untersucht: Jugendliche (14–17 Jahre; n=500) und Lehrkräfte (n=603). In jeder Stichprobe absolvierte die Experimentalgruppe ein 10-minütiges interaktives E-Learning-Modul zur Interpretation von grafisch dargestellten Gesundheitsinformationen (Kontrollgruppe: in Aufbau und Aussehen ähnliches Modul zu einem anderen Thema). Als Endpunkte wurden objektives Wissen (Quiz), subjektives Wissen (Selbstbericht) sowie zwei Facetten der digitalen Gesundheitskompetenz (Digital Health Literacy Instrument) erfasst (T1/T2). Zusätzlich wurden Qualität und Einsatzmöglichkeiten in Bildungskontexten erhoben (T2). Bei den Jugendlichen zeigte sich ein hypothesenkonformer, signifikanter Interaktionseffekt beim objektiven Wissen, jedoch nicht beim subjektiven Wissen oder der digitalen Gesundheitskompetenz. Bei den Lehrkräften wurden signifikante Interaktionseffekte für subjektives und objektives Wissen sowie eine Facette der digitalen Gesundheitskompetenz beobachtet. Beide Stichproben bewerteten die Qualität des E-Learnings als hoch und identifizierten vielfältige Einsatzmöglichkeiten.
Take Home Message für die Praxis: Kurze, gamifizierte E-Learning-Module sind praktikable, akzeptierte und z.T. wirksame Instrumente, um gesundheitliche Kompetenzen niedrigschwellig in Bildungskontexten zu vermitteln.
Interessenkonflikte: Keine



