Viszeralmedizin NRW 2026. 192. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Chirurgie, 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Gastroenterologie
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Resmetriom-Behandlung reduziert die Expression von Fibrose-assoziierten Genen in hepatischen Sternzellen
Text
Hintergrund und Ziel: Die weltweite Prävalenz der metabolisch-assoziierten steatotischen Lebererkrankung (MASLD) liegt bei etwa 25%, wobei für die Zukunft ein weiterer Anstieg erwartet wird. MASLD und das metabolische Syndrom stellen weltweit eine erhebliche Gesundheitsgefahr dar, da sie in engem Zusammenhang mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität steht und zu den Hauptursachen für chronische Lebererkrankungen zählt. Frühere Forschungen haben die Rolle des Schilddrüsenhormon-Signalwegs als potenziellen therapeutischen Ansatz identifiziert, insbesondere die Funktion des Schilddrüsenhormonrezeptors Beta (TRβ). Resmetirom ist das erste von der EMA zugelassene Medikament zur Behandlung von Erwachsenen mit MASH-Fibrose (F2-F3). Als partieller Agonist des TRβ wirkt Resmetirom selektiv auf den TRβ, der eine Schlüsselrolle bei der Regulierung des Fettstoffwechsels in der Leber spielt. Das Ziel dieses Projekts ist es, die Auswirkungen des TRβ-Analogons Resmetirom auf LX2-Zellen und primäre humane hepatische Sternzellen (phHSC) in einem Zellkulturmodell zu untersuchen.
Methode: Die Zellen wurden für 24 und 48 Stunden mit unterschiedlichen Konzentrationen von Resmetirom mit oder ohne TGF-beta inkubiert, gefolgt von einer Genexpressionsanalyse mittels quantitativer realtime-PCR für Fibrose-assoziierte Gene wie aSMA und Col1a1.
Ergebnis: Die Behandlung der Zellen mit TGF-beta allein führte zu einem Anstieg der Expression der profibrotischen Gene aSMA und Col1a1 in LX2 und pHHSC. Resmetirom verringerte in Kombination mit TGF-beta die Expression pro-fibrotischer Gene im Vergleich zur alleinigen Gabe von TGF-beta.
Zusammenfassung: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Resmetirom durch Modulation der Aktivität der hepatischen Sternzellen eine direkte antifibrotische Wirkung ausübt.



