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Viszeralmedizin NRW 2026. 192. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Chirurgie, 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Gastroenterologie


18.-19.06.2026
Dortmund

Meeting Abstract

Hilfe, es ist grün: Management von postoperativen Galleleckagen

S. Imdahl - Asklepios Klinik Hamburg-Barmbek, Department für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Hamburg, Deutschland
W. Menge - Asklepios Medical School, Hamburg, Deutschland
K. J. Oldhafer - Asklepios Klinik Hamburg-Barmbek, Department für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Hamburg, Deutschland

Text

Hintergrund und Ziel: Galleleckagen sind eine typische Komplikation der hepatobiliären Chirurgie und benötigen ein spezifisches postoperatives Management.

Methode: Um eine zielführende Behandlungsstrategie zu entwickeln wurden im eigenen Kollektiv über sechs Jahre insgesamt 1146 leberchirurgisch behandelte Patient*innen nachverfolgt.

Ergebnis: Insgesamt trat eine Galleleckage in 14,3% der Fälle auf. Die Galleleckage wurde je nach Grad unterschiedlich behandelt: watch and wait, Drainageneinlage, endoskopischem Stenting und/oder Re-Operation. Häufigste Ursache der Galleleckagen waren insuffiziente Anastomosen gefolgt von Gallefisteln an der Resektionsfläche. Wir konnten feststellen, dass im Kollektiv mit einer postoperativen Galleleckage in vielen Fällen das Segment IVb in der primären Operation mit reseziert wurde. Eine präoperativ erfolgte Chemotherapie erhöhte das Risiko für eine Galleleckage zudem.

Zusammenfassung: Aus unserer retrospektiven Analyse lässt sich ein Behandlungsalgortihmus für den klinischen Alltag ableiten, zur Validierung und Standartisierung des Komplikationsmanagements in der Leberchirurgie.