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Viszeralmedizin NRW 2026. 192. Jahrestagung der Niederrheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Chirurgie, 34. Jahrestagung der Gesellschaft für Gastroenterologie


18.-19.06.2026
Dortmund

Meeting Abstract

Anwendung robotischer Chirurgiesysteme in der komplexen Leberchirurgie: Eine videodidaktische Darstellung

A. Wilk - Ruhr-Universität-Bochum, Bochum, Deutschland; Augusta-Kranken-Anstalt, Chirurgie, Bochum, Deutschland
T. Brechmann - Ruhr-Universität-Bochum, Bochum, Deutschland; Knappschafts Kliniken Bottrop, Innere Medizin II, Bottrop, Deutschland
M. Mazgaldzhi - Ruhr-Universität-Bochum, Bochum, Deutschland; Augusta-Kranken-Anstalt, Chirurgie, Bochum, Deutschland
B. Mann - Ruhr-Universität-Bochum, Bochum, Deutschland; Augusta-Kranken-Anstalt, Chirurgie, Bochum, Deutschland

Text

Hintergrund und Ziel: Die robotische Chirurgie findet mit zunehmender Dynamik Anwendung in der komplexen Viszeralchirurgie. Insbesondere in der Leberchirurgie eröffnet der robotische Ansatz neue Möglichkeiten zur Erweiterung minimalinvasiver Indikationen, einschließlich komplexer parenchymatöser Resektionen und biliärer Rekonstruktionen, die bislang überwiegend offenen oder konventionell laparoskopischen Verfahren vorbehalten waren. Gegenstand aktueller Debatten ist der Stellenwert der Robotik im Bereich der Leberchirurgie sowie deren standardisierte und sichere Anwendung.Ziel dieses Beitrags auf Basis eigener Erfahrungen und Daten ist die videodidaktische Darstellung der technischen Möglichkeiten, Limitationen und Besonderheiten robotikgestützter Verfahren in der komplexen Leberchirurgie.

Methode: Es erfolgt die strukturierte videodidaktische Darstellung einer robotikgestützten rechtsseitigen Hemihepatektomie. Der operative Ablauf wird technisch detailliert aufgearbeitet, einschließlich der präzisen Darstellung operativer Standards, kritischer Operationsschritte, potenzieller Pitfalls sowie spezifischer Besonderheiten des robotischen Vorgehens. Ergänzend erfolgt eine Einordnung des Verfahrens mit Darstellung eigener Klinikdaten zum Outcome in den aktuellen wissenschaftlichen Kontext.

Ergebnis: Die robotikgestützte rechtsseitige Hemihepatektomie konnte sicher und reproduzierbar durchgeführt werden. Hinsichtlich des onkologischen Outcomes zeigte sich die Robotik gleichwertig zum etablierten offenen Verfahren. Vorteile ergaben sich durch reduzierten Blutverlust, weniger Major-Komplikationen und einen kürzeren Krankenhausaufenthalt. Die videodidaktische Analyse verdeutlicht insbesondere Vorteile hinsichtlich Präzision, ergonomischer Instrumentenführung und der Visualisierung komplexer anatomischer Strukturen bei gleichzeitiger Darstellung potenzieller technischer und strategischer Herausforderungen.

Zusammenfassung: In Zentren mit entsprechender Expertise in der robotischen Chirurgie stellt die Anwendung robotikgestützter Verfahren auch bei komplexen leberchirurgischen Eingriffen eine sichere und praktikable Option dar. Die weitere Anwendung der Robotik in der Leberchirurgie kann wesentlich zur Standardisierung, Ausbildung und kritischen Bewertung dieses Ansatzes beitragen.