75. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Augenärzte
75. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Augenärzte
Erste Ergebnisse der Studie „Der Limbustest zur quantitativen Untersuchung der Augenbeweglichkeit“
Text
Ziel: Bei Augenbewegungsstörungen und Strabismus ist die Beurteilung der Motilität klinisch bedeutsam. Aufgrund der unterschiedlichen historischen Messmethoden und fehlender anerkannter Referenzwerte ist die Beurteilung nicht eindeutig, gering reproduzierbar und nur bedingt für Verlaufsbeobachtungen verwertbar. Unter den vorhandenen Methoden ist einzig der „Limbustest“ gut verfügbar, messgenau und zeitökonomisch anwendbar. Altersadaptierte Messwerte fehlen bisher vollständig. Dieser Mangel soll durch die Studie „Der Limbustest zur quantitativen Untersuchung der Augenbeweglichkeit“ behoben werden.
Methode: Prospektive Untersuchung von Patient*innen im Alter von 2–100 Jahren. Um altersadaptierte Referenzwerte zu bestimmen, erfolgt eine Stratifizierung der Daten nach Lebensdekaden.
Ergebnis: Die bisher für diese Methode publizierten Grenzwerte wurden durch Messungen an 30 linken und 30 rechten Augen bei einem Altersdurchschnitt von 22 Jahren festgelegt. Erste vorläufige Ergebnisse der umfassenden Studie werden vorgestellt und mit den aufgearbeiteten historischen Daten abgeglichen.
Schlussfolgerung: Für die klinische Motilitätsprüfung ist der Limbustest eine allgemein verfügbare und mit adäquaten Zeitbedarf durchführbare Untersuchungsmethode. Die Studie „Der Limbustest zur quantitativen Untersuchung der Augenbeweglichkeit“ erarbeitet die bisher fehlenden altersadaptierten Normwerte.



