75. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Augenärzte
75. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Augenärzte
Hornhautdekompensation – wie geht es weiter mit EndoART
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Die posteriore lamelläre Keratoplastik ist ein etabliertes operatives Verfahren, das jedoch bei komplexen Ausgangssituationen teilweise an seine Grenzen stößt. Hierzu gehören beispielsweise Hochrisikopatienten nach Glaukom-Drainage-Implantaten, mehrfachem Transplantatversagen oder bei vorliegenden anatomischen Besonderheiten.
EndoArt® ist eine neuartige Keratoprothese aus hydrophilem Acrylat, die Flüssigkeitseinlagerungen im Hornhautstroma verhindert und unabhängig von Spenderhornhäuten angewendet werden kann. Es kann somit nicht zu einem Transplantatversagen oder einer immunologischen Abstoßung kommen. Klinische Studien und Fallserien belegen eine signifikante und nachhaltige Reduktion der zentralen Hornhautdicke mit aufklarender Hornhaut. Die Keratoprothese wird mittels transkornealen Haltenähten befestigt, wobei ein Re-Bubbling häufiger notwendig wird als nach einer Descemet-Membran-Endothel-Keratoplastik.
Insgesamt ist EndoArt® insbesondere bei Hochrisikoaugen eine effektive und vielversprechende therapeutische Ergänzung bei der Behandlung endothelialer Pathologien. Die Augenklinik Nord-Heidberg ist zertifiziertes EndoArt®-Zentrum in Hamburg und das längste Follow-up der Klinik beträgt aktuell 19 Monate.



