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188th Meeting of the Ophthalmologists of the Rhineland and Westfalia

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte
06.-07.02.2026
Bochum

Meeting Abstract

Wer war es denn?

Julien Wulf - Bochum
C. Bergmann - Bochum
F. Bauer - Bochum
H.B. Dick - Bochum

Text

Doppelbilder können im klinischen Alltag eine echte Herausforderung an das behandelnde Personal stellen. Sie gehen häufig mit hohem Leidensdruck einher und erfordern eine gezielte Anamnese und Diagnostik, denn Therapie und Prozedere können sich, je nach Ursache, stark unterscheiden.

Besonders relevant dabei ist die Differenzierung zwischen monokularen und binokularen Doppelbilden. Während binokulare Doppelbilder sich auf Augenfehlstellungen und Motilitätseinschränkungen zurückführen lassen und eine, mitunter dringliche, neuroophthalmologische Abklärung erfordern, sprechen monokulare Doppelbilder für eine Pathologie der lichtbrechenden Medien.

In diesem Beispiel diskutieren wir den Fall einer 48-jährigen Patientin, die sich mit seit mehreren Monaten persistierenden Doppelbildern in unserer Klinik vorstellt. Diese seien nach einer Lidoperation auf dem betroffenen Auge aufgetreten. Die Anamnese ergibt eine komplexe ophthalmologische Vorgeschichte inklusive multipler Operationen. Ausführliche, aber gezielte Diagnostik lässt uns die Diagnose eingrenzen und gemeinsam mit der Patientin das weitere Prozedere erarbeiten.