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188th Meeting of the Ophthalmologists of the Rhineland and Westfalia

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte
06.-07.02.2026
Bochum

Meeting Abstract

Ergebnisse der Buckelchirurgie bei rhegmatogener Netzhautablösung – eine retrospektive Analyse der letzten 10 Jahre an der Augenklinik am Klinikum Dortmund

Wesal Bayoudh - Dortmund
A. Ringwald - Dortmund
S. Yilmaz - Dortmund
T. Böker - Dortmund
R.G. Liegl - Dortmund

Text

Hintergrund: Die Buckelchirurgie (Plombenchirurgie) stellt trotz der zunehmenden Bedeutung der Pars-plana-Vitrektomie eine bewährte und in manchen Fällen überlegene Methode zur Behandlung der rhegmatogenen Netzhautablösung (RRD) dar. Ziel dieser Arbeit war es, die Behandlungsergebnisse der letzten zehn Jahre an der Augenklinik am Klinikum Dortmund zu analysieren.

Methodik: Es wurde eine retrospektive Auswertung aller Patienten durchgeführt, die zwischen 2015 und 2025 aufgrund einer primären RRD eine Buckelchirurgie erhielten. Erfasst wurden Art und Lokalisation der Netzhautrisse, prä- und postoperative Sehschärfe, der primäre anatomische Wiederanlage-Erfolg sowie intra- und postoperative Komplikationen.

Ergebnisse: Insgesamt wurden 1.076 Augen analysiert. Unsere Daten zeigen, dass die primäre Wiederanlagerate bei 88,2% liegt. Die visuellen Ergebnisse zeigen sehr gute Ergebnisse und die Rate an postoperativen Katarakten ist gering. Die häufigste postoperative Komplikation war eine fehlende Netzhautanlage. Die häufigste Zweitoperation eine Pars-plana-Vitrektomie.

Schlussfolgerung: Die Buckelchirurgie bleibt auch im Zeitalter der Vitrektomie eine effektive und gerade bei phaken, jungen Patienten sehr gute Therapieoption bei rhegmatogener Netzhautablösung. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der chirurgischen Technik und die lange Erfahrung an der Augenklink am Klinikum Dortmund führte in den letzten zehn Jahren zu einer weiteren Steigerung der Erfolgsraten.