Deutscher Rheumatologiekongress 2026
Deutscher Rheumatologiekongress 2026
Vom Orthopädischen Rheumatologen zum Rheumachirurgen – die Zukunft hat begonnen
Text
Einleitung: Durch die Änderungen der neuen Zusatzweiterbildungsordnung „Orthopädische Rheumatologie“ hin zu weitestgehend konservativ ausgerichteten Inhalten ist künftig die Kompetenz in der Rheumachirurgie hierdurch nicht mehr nachweisbar. Da aber weiterhin ein hoher Bedarf an qualifizierten Rheumachirurgen besteht, hat die Kommission „Zertifikate Rheumachirurgie“ der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGORh) unter Mitwirkung von Prof. Ralph Gaulke (Hannover/Halberstadt), Dr. Martin Arbogast (Oberammergau), Dr. Ludwig Bause (Sendenhorst), PD DR. Christoph Biehl (Giessen), Prof. Hans-Dieter Carl (Nürnberg) und Dr. Kathryn Hassel (Kassel) Zertifikate entwickelt, um diese Kompetenz auch künftig für Kollegen und Patienten sichbar zu machen. Neben dem Zertifikat „Spezielle Rheumachirurgie“, welches der Qualifikation zum Orthopädischen Rheumatologen nach alter Weiterbildungsordnung entspricht, sollen künftig auch Experten für einzelne Körperregionen in die Lage versetzt werden, durch eine Fortbildung und einen entsprechenden Operationskatalog Ihre Kompetenz für einzelen Körperregionen nachzuweisen und sichtbar zu machen.
Ergebnisse: Da die generalistische Ausbildung in der Rheumachirurgie heute nur noch an den DGORh-zertifizierten Spezialzentren für Operative Rheumatologie stattfindet, kann der Bedarf an Rheumachirurgen in Deutschland künftig nicht gedeckt werden. Aus diesem Grund versetzt die DGORh ab sofort auch Spezialisten in der Lage, ihre Kompetenz in der Rheumachirurgie in einer Körperregion durch eines der vier Zertifikate „Rheumachirurgie – Schulter und Ellenbogen“, „Rheumachirurgie – Hand“, „Rheumachirurgie – Hüfte und Knie“ und „Rheumachirurgie – Fuß“ nachzuweisen. Neben dem Facharztzeugnis und der theoretischen Schulung in DGORh-Online-Kursen der AOUC muss für die Zertifizierung ein entsprechender Operationskatalog vorgelegt werden. Hierdurch soll es künftig ärztlichen Kollegen und Patienten möglich sein einen kompetenten Rherumachirurgen zu finden und zu konsultieren. Der Generalist in der Rheumachirurgie wird durch das Zertifikat „Spezielle Rheumachirurgie“ ausgewiesen, welches belegt, dass die Kompetenz die der allgemeinen Rheumachirurgie der aktuellen Zusatzweiterbildung „Orthopädische Rheumatologie“ übersteigt.
Schlussfolgerung: Durch die neuen DGORh-Zertifikate wird die Anzahl potentieller Rheumachirurgen steigen und so der Bedarf gedeckt werden. Die DGORh hat die Ausbildung zum Rheumachirurgen damit gesichert und durch die Möglichkeit, Spezialisten mit einzubeziehen, dem Trend der zunehmenden Spezialisierung in der Orthopädie und Unfallchirurgie Rechnung getragen. Weiter Informationen erhalten Sie unter info@dgorh.de.
Offenlegungserklärung: keine Disclosures



