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Deutscher Rheumatologiekongress 2026

54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh), 36. Jahrestagung der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR), 40. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGORh)
09.-12.09.2026
Leipzig

Meeting Abstract

Kombinationstherapie aus Abatacept und Daratumumab bei Patienten mit aktiver rheumatoider Arthritis: Phase-I-Ergebnisse der CURACTA-Studie

Fredrik Albach - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland; Fraunhofer Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie, Allergologie und Immunologie, Berlin, Deutschland
Murat Torgutalp - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland
Elpida Phithak - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland
Arnd Kleyer - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland
Ioanna Minopoulou - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland
Artur Wilhelm - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland
Edgar Wiebe - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland
Thorben Witte - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland
Jan Zernicke - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland
Veronika Scholz - Fraunhofer Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie, Allergologie und Immunologie, Berlin, Deutschland; Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland
Marie Chiara Rehm - Fraunhofer Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie, Allergologie und Immunologie, Berlin, Deutschland; Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland
Vincent Casteleyn - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland
Anne Pankow - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland
Martin Dulac - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland
Arne Sattler - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland
Robert Biesen - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland
Filippo Fagni - Universität Erlangen-Nürnberg und Universitätsklinikum Erlangen, Deutsches Zentrum für Immuntherapie (DZI), Erlangen, Deutschland; Klinik für Innere Medizin 3, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg and Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen, Deutschland
Georg Schett - Klinik für Innere Medizin 3, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg and Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen, Deutschland; Universität Erlangen-Nürnberg und Universitätsklinikum Erlangen, Deutsches Zentrum für Immuntherapie (DZI), Erlangen, Deutschland
Gerhard Krönke - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland; Klinik für Innere Medizin 3, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg and Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen, Deutschland; Universität Erlangen-Nürnberg und Universitätsklinikum Erlangen, Deutsches Zentrum für Immuntherapie (DZI), Erlangen, Deutschland; Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin, Berlin, Deutschland; Fraunhofer Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie, Allergologie und Immunologie, Berlin, Deutschland
David Simon - Klinik für Innere Medizin 3, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg and Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen, Deutschland; Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin, Berlin, Deutschland; Charité – Universitätsmedizin Berlin, Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie, Berlin, Deutschland; Fraunhofer Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie, Allergologie und Immunologie, Berlin, Deutschland; Universität Erlangen-Nürnberg und Universitätsklinikum Erlangen, Deutsches Zentrum für Immuntherapie (DZI), Erlangen, Deutschland

Text

Einleitung: Die Kombination aus Abatacept (ABA), einem Inhibitor der T-Zell-Kostimulation, und Daratumumab (DARA), das CD38-positive antikörperproduzierende Zellen depletiert, könnte durch die komplementäre Beeinflussung zentraler Mechanismen der Autoimmunität ein nachhaltiges Therapieansprechen bei rheumatoider Arthritis (RA) erzielen. Ziel dieser Studie war die Untersuchung von Sicherheit und erster klinischer Wirksamkeit dieser Kombination bei aktiver, ACPA-positiver RA.

Methoden: Die prospektive, randomisierte, offene Phase-I/II-Studie CURACTA (EU CT 2024-511536-27) inkludiert Patienten mit aktiver RA (DAS28-ESR >3,2) und ACPA-Positivität trotz vorheriger DMARD-Therapie. In Phase I erhielten drei Patienten Abatacept (125 mg s.c. wöchentlich) plus Methotrexat in Kombination mit Daratumumab (4x1.800 mg s.c. in den Wochen 4–7 mit jeweils 20 mg Dexamethason als Prämedikation). Infusions- bzw. injektionsbedingte Reaktionen (IRR) und unerwünschte Ereignisse (AE/SAE) wurden als primärer Endpunkt erfasst, klinische und serologische Parameter als sekundäre Endpunkte.

Ergebnisse: Es wurden drei Patientinnen mit aktiver RA (Alter 34, 28 und 45 Jahre; Krankheitsdauer 13,8; 2,7 und 8,0 Jahre), umfangreicher DMARD-Vortherapie (12, 3 und 4 Therapien) und hoher Krankheitsaktivität zu Studienbeginn (DAS28-ESR >5,1 bei allen Patientinnen) in die Studie eingeschlossen. Die Nachbeobachtungszeit betrug 20–24 Wochen. Die Kombinationstherapie wurde gut vertragen. Alle Patientinnen entwickelten vorübergehende systemische IRR (z.B. Erythem, Hyperhidrose) und bei einer Patientin traten zusätzlich lokale IRR auf. Eine Patientin entwickelte eine vorübergehende Neutropenie Grad 4 mit Leukopenie, die sich ohne Intervention zurückbildete. Die IgG-Spiegel nahmen bei allen Patientinnen ab und eine Patientin erhielt bei einem IgG-Spiegel < 4 g/L eine Immunglobulin-Substitution. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse oder dosislimitierende Toxizitäten traten nicht auf. Alle Patientinnen zeigten eine rasche klinische Verbesserung mit einer Reduktion des DAS28-ESR (-2,1; -1,8; -3,8), wobei eine Patientin eine Remission erreichte. Die ACPA-Spiegel sanken bei zwei Patientinnen nachhaltig.

Schlussfolgerung: Die Kombination aus Abatacept und Daratumumab erwies sich in dieser Phase-I-Analyse als gut verträglich und ging mit einer frühen klinischen Verbesserung sowie einer Modulation der Autoantikörperantwort einher. Die Ergebnisse unterstützen die Weiterführung der Studie in Phase II.

Offenlegungserklärung: Diese Studie wurde unterstützt von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh) (Forschungsinitiative 2025), der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (Else Kröner Excellence Grants 2025) sowie Janssen-Cilag. DS und AK haben Honoraria von Janssen-Cilag erhalten.