Deutscher Rheumatologiekongress 2026
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Kombinationstherapie aus Abatacept und Daratumumab bei Patienten mit aktiver rheumatoider Arthritis: Phase-I-Ergebnisse der CURACTA-Studie
Text
Einleitung: Die Kombination aus Abatacept (ABA), einem Inhibitor der T-Zell-Kostimulation, und Daratumumab (DARA), das CD38-positive antikörperproduzierende Zellen depletiert, könnte durch die komplementäre Beeinflussung zentraler Mechanismen der Autoimmunität ein nachhaltiges Therapieansprechen bei rheumatoider Arthritis (RA) erzielen. Ziel dieser Studie war die Untersuchung von Sicherheit und erster klinischer Wirksamkeit dieser Kombination bei aktiver, ACPA-positiver RA.
Methoden: Die prospektive, randomisierte, offene Phase-I/II-Studie CURACTA (EU CT 2024-511536-27) inkludiert Patienten mit aktiver RA (DAS28-ESR >3,2) und ACPA-Positivität trotz vorheriger DMARD-Therapie. In Phase I erhielten drei Patienten Abatacept (125 mg s.c. wöchentlich) plus Methotrexat in Kombination mit Daratumumab (4x1.800 mg s.c. in den Wochen 4–7 mit jeweils 20 mg Dexamethason als Prämedikation). Infusions- bzw. injektionsbedingte Reaktionen (IRR) und unerwünschte Ereignisse (AE/SAE) wurden als primärer Endpunkt erfasst, klinische und serologische Parameter als sekundäre Endpunkte.
Ergebnisse: Es wurden drei Patientinnen mit aktiver RA (Alter 34, 28 und 45 Jahre; Krankheitsdauer 13,8; 2,7 und 8,0 Jahre), umfangreicher DMARD-Vortherapie (12, 3 und 4 Therapien) und hoher Krankheitsaktivität zu Studienbeginn (DAS28-ESR >5,1 bei allen Patientinnen) in die Studie eingeschlossen. Die Nachbeobachtungszeit betrug 20–24 Wochen. Die Kombinationstherapie wurde gut vertragen. Alle Patientinnen entwickelten vorübergehende systemische IRR (z.B. Erythem, Hyperhidrose) und bei einer Patientin traten zusätzlich lokale IRR auf. Eine Patientin entwickelte eine vorübergehende Neutropenie Grad 4 mit Leukopenie, die sich ohne Intervention zurückbildete. Die IgG-Spiegel nahmen bei allen Patientinnen ab und eine Patientin erhielt bei einem IgG-Spiegel < 4 g/L eine Immunglobulin-Substitution. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse oder dosislimitierende Toxizitäten traten nicht auf. Alle Patientinnen zeigten eine rasche klinische Verbesserung mit einer Reduktion des DAS28-ESR (-2,1; -1,8; -3,8), wobei eine Patientin eine Remission erreichte. Die ACPA-Spiegel sanken bei zwei Patientinnen nachhaltig.
Schlussfolgerung: Die Kombination aus Abatacept und Daratumumab erwies sich in dieser Phase-I-Analyse als gut verträglich und ging mit einer frühen klinischen Verbesserung sowie einer Modulation der Autoantikörperantwort einher. Die Ergebnisse unterstützen die Weiterführung der Studie in Phase II.
Offenlegungserklärung: Diese Studie wurde unterstützt von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh) (Forschungsinitiative 2025), der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (Else Kröner Excellence Grants 2025) sowie Janssen-Cilag. DS und AK haben Honoraria von Janssen-Cilag erhalten.



