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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Social Prescribing in der hausärztlichen Versorgung – Ergebnisse einer randomisiert-kontrollierten Machbarkeitsstudie
Text
Namen der Moderierenden sowie der Vortragenden
Moderation: Wolfram Herrmann
Vortragende: Hendrik Napierala, Niklas Jeske, Wolfram Herrmann, Juliane Köberlein-Neu, Lena Großmann, Simon Hörmann
Hintergrund: Soziale Probleme spielen in der hausärztlichen Versorgung eine große Rolle. Die Bandbreite dieser Probleme reicht von Einsamkeit über Probleme auf der Arbeit bis hin zu finanziellen Problemen. Jedoch gibt es in der hausärztlichen Versorgung meist nicht die Möglichkeit, diese Probleme anzugehen und es fehlt aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels auch an Zeit. Social Prescribing ist eines von mehreren Modellen, um sozialen Problemen in der hausärztlichen Versorgung zu begegnen. Dabei werden Patient:innen mit sozialen Probleme in der hausärztlichen Versorgung an Link Worker überwiesen. Die Link Worker führen dann bis zu fünf Gespräche mit den Patient:innen und vermitteln diese an passende Angebote vor Ort, beispielsweise Vereine, ehrenamtliche Tätigkeiten oder Beratungsangebote. Die Evidenz für die Wirksamkeit von Social Prescribing ist aufgrund eines Mangels an randomisiert-kontrollierten Studien bisher gering.
Zielsetzung/Fragestellung: Daher war unser Ziel die Machbarkeit eines RCTs zu Social Prescribings zu überprüfen mit folgenden Fragestellungen:
- Ist ein RCT zu Social Prescribing in der hausärztlichen Praxis machbar?
- Sind die klinischen Ergebnisse erfolgversprechend für die Durchführung einer konfirmatorischen Hauptstudie?
- Gibt es Hinweise auf die gesundheitsökonomische Beurteilung der Intervention?
Diskussionspunkt: Das Symposium wird so gestaltet, dass ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion ist.
Inhalt: Im Rahmen des Symposiums werden wir die Ergebnisse dieser im DFG Programm Klinische Studien geförderten Machbarkeitsstudie vorstellen. Erst erfolgt eine Einführung in das Studiendesign, dann folgt die Beschreibung der Teilnehmenden und deren sozialer Probleme sowie Prozessdaten des Link Workings. Daraufhin werden wir die Ergebnisse zur Machbarkeit anhand des Patientenflusses vorstellen. Darauf aufbauend stellen wir die klinischen Ergebnisse der Studie vor, einschließlich Subgruppenanalysen. Es folgt die Präsentation der gesundheitsökonomischen Ergebnisse. Abschließend erfolgt die Darstellung der Ergebnisse der qualitativen Prozessevaluation mit Stakeholderperspektive (u.a. MFAs und Hausärzt:innen) und Perspektive der Patient:innen.
Take Home Message für die Praxis:
- Ein RCT zu Social Prescribing in der hausärztlichen Versorgung Deutschland ist machbar.
- Es gibt Hinweise, dass Social Prescribing bei Patient:innen in der Primärversorgung, die einsam oder sozial isoliert sind, wirkt.
Interessenkonflikte: Förderung: DFG Programm Klinische Studien, Projektnummer 530364906.



