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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Ernährung und Gesundheitskompetenz: aktuelle Ergebnisse und Handlungsempfehlungen

Susanne Jordan - Robert Koch-Institut, Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring, Deutschland
Stefan Storcksdieck genannt Bonsmann - Max Rubner-Institut, Institut für Ernährungsverhalten, Deutschland
Kristine Khachatryan - Max Rubner-Institut, Institut für Ernährungsverhalten, Deutschland
Simon Löbl - Robert Koch-Institut, Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring, Deutschland
Anja Simmet - Universität Hohenheim, Fg. Angewandte Ernährungspsychologie, Deutschland
Lena Steinle - Universität Hohenheim, Fg. Angewandte Ernährungspsychologie, Deutschland
Tanja Kaufmann - Max Rubner-Institut, Institut für Ernährungsverhalten, Deutschland
Julia Hoigt - Max Rubner-Institut, Institut für Ernährungsverhalten, Deutschland

Text

Namen der Moderierenden sowie der Vortragende

Moderierende: S. Jordan, S. Storcksdieck genannt Bonsmann

Vortragende: K. Khachatryan, S. Löbl, A. Simmet, T. Kaufmann

Hintergrund: Durch die Analyse von Ernährungsverhalten und dessen Einflussfaktoren können gezielte Präventionsstrategien entwickelt werden, die gesunde Ernährung fördern und das Risiko für nicht-übertragbare Erkrankungen reduzieren. Dafür werden Erkenntnisse aus aktuellen Daten zur Allgemeinbevölkerung und zu vulnerablen Gruppen benötigt. Letztere sind gefährdet, durch ihre soziale Lage oder Armut, ein ungünstiges Ernährungsverhalten und nicht-übertragbaren Erkrankungen aufzuweisen.

Zielsetzung/Fragestellung: Das Symposium gibt Einblicke in das Ernährungsverhalten und ernährungsbezogene Gesundheitskompetenz Erwachsener in Deutschland und geht auf die soziale Lage und vulnerable Gruppen ein. Neben bevölkerungsweiten Befragungsergebnissen werden Ergebnisse von Forschungsprojekten über Ernährungsverhalten bei vulnerablen Gruppen vorgestellt, insbesondere im Hinblick darauf, wie gerade für diese Gruppen Handlungsempfehlungen entwickelt werden könnten.

Der Mehrwert des Symposiums besteht in der Vorstellung von Ergebnissen aus vier verschiedenen Forschungsprojekten, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Leitfrage widmen, welche Bedarfe zur Verbesserung der Ernährungssituation es gibt.

Diskussionspunkt: Die vier Studienergebnisse werden vor der Fragestellung diskutiert, welche der jeweils identifizierten Bedarfe und Handlungsmöglichkeiten Ansatzpunkte für Strategien auf lokaler sowie übergeordneter Ebene bieten, um eine gesunde Ernährung aller Bevölkerungsgruppen zu fördern.

Inhalt: Das Symposium bietet vier Einzelbeiträge und Raum, die Ergebnisse zu diskutieren:

(1) Khachatryan K et al.: Gesunde Ernährung im Fokus: Selbsteinschätzung, Gesundheitsbezug und Alltagshindernisse. Erkenntnisse aus dem Nationalen Ernährungsmonitoring (nemo).

(2) Löbl S et al.: Ernährungsbezogene Gesundheitskompetenz Erwachsener und Ernährungsverhalten. Ergebnisse des Panels „Gesundheit in Deutschland“ 2024.

(3) Simmet A et al.: Kenntnis, Inanspruchnahme und Bewertung ernährungsbezogener Präventionsangebote bei Eltern minderjähriger Kinder. Ergebnisse aus dem Projekt MEGA_kids.

(4) Kaufmann T et al.: Ernährungsrisiko kleine Rente – partizipative Maßnahmenentwicklung zur Verbesserung der Ernährungsteilhabe im Projekt ELSinA.

Take Home Message für die Praxis: Um das Potenzial für Verbesserungen der Ernährung zur Förderung der Gesundheit zu nutzen, sollten Maßnahmen zusammen mit den betroffenen Zielgruppen und relevanten Akteuren entwickelt und die spezifischen Ernährungsumgebungen adäquat berücksichtigt werden.

Interessenkonflikt: Nemo und ELSinA werden mit Mitteln des MRI, das Panel „Gesundheit in Deutschland“ mit Mitteln des RKI und des BMG und MEGA_kids durch das BMLEH (damals noch BMEL) finanziert.