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- Gesundheitsökonomische Evaluation zum Zusammenhang von Hitzeereignissen und direkter, indirekter und intangibler Kosten aus Perspektive der Gesetzlichen Kostenträger in Deutschland
Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Gesundheitsökonomische Evaluation zum Zusammenhang von Hitzeereignissen und direkter, indirekter und intangibler Kosten aus Perspektive der Gesetzlichen Kostenträger in Deutschland
Text
Hintergrund: Der Zusammenhang zwischen Hitzeexposition und erhöhter Mortalität sowie Morbidität ist in internationaler Literatur nachgewiesen. Auch Studien zu direkten, indirekten und intangiblen Kosten von Hitzeereignissen sind international publiziert, jedoch nicht annähernd in der Evidenzdichte der epidemiologischen Studien.
Fragestellung: Die gesundheitsökonomische Evaluation des HIRGEV-Projekts zielt auf die Fragestellung ab, welche gesundheitsökonomische Bedeutung Hitzeereignisse aus der Perspektive der Gesetzlichen Kostenträger in Deutschland haben.
Material & Methoden: Die Analyse basiert auf GKV-Routinedaten der Jahre 2015 bis 2025 von über 8 Millionen Versicherten aus 18 gesetzlichen Krankenkassen. In der gesundheitsökonomischen Evaluation werden 13 gesamtgesellschaftlich, ökonomisch relevante und hitzeassoziierte Erkrankungen anhand der ICD-10-Codes für stationären Hauptdiagnosen betrachtet. Dazu werden auf Jahresebene für die Jahre 2015 bis 2025 Krankheitskostenanalysen zu durchschnittlichen Kosten direkter, indirekter und intangibler Kosten durchgeführt. Bei den direkten Kosten werden Ressourcenverbräche z.B. zu Krankenhauskosten, Kosten ambulanter Versorgung, Kosten Heilmittel oder Kosten Hilfsmittel eingeschlossen. Die Kostenanalysen zu den indirekten Kosten umfassen Produktivitätsverluste auf Basis Arbeitsunfähigkeitstage. Die intangible Kostenbetrachtung zählt auf die durchschnittlichen verlorenen Lebensjahre (YLL) ab. Von den krankheitsspezifischen relativen Risiken (RR) wird anhand die Gesamtfallzahl der jeweiligen Krankheit bzw. Mortalität über die attributablen Anteile (attributalble fraction, AF) und attributablen Fälle (attributable number, AN), die der Hitze zurechenbaren Fälle identifiziert. Nach Zusammenführung von durchschnittlichen Kosten direkter, indirekter und intantibler Kosten und den der Hitze zurechenbaren Fällen, werden die hitzeassoziierten Kosten abgeleitet.
Ergebnisse & Diskussion: Die Auswertung der Ergebnisse befindet sich derzeit noch in Bearbeitung und wird zu einem späteren Zeitpunkt vollständig vorliegen. Da die Kostenabschätzungen jedoch unmittelbar an die ermittelten RR gekoppelt sind, lassen sich Tendenzen der zu erwartenden Kostenentwicklungen ableiten.
Take Home Message: Ziel der gesundheitsökonomischen Evaluation ist eine Sensibilisierung in der Bevölkerung für die Auswirkungen von Hitze auf die Versorgungskosten aus der Perspektive der Gesetzlichen Krankenversicherung, eine Resilienzerhöhung und damit eine Stärkung von finanziellen Versorgungsstrukturen gegen Klimawandelfolgen.
Interessenkonflikte: Keine



