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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
S2k-Leitlinie zum Umgang mit Anfragen nach Suizidassistenz
Text
Hintergrund: Die Anzahl der assistierten Selbsttötungen in Deutschland ist seit 2020 gestiegen und Mitarbeitende im Gesundheits- und Sozialwesen unterschiedlicher Fachrichtungen und Berufsgruppen werden mit Anfragen nach assistiertem Suizid konfrontiert. Gleichzeitig fehlen konkrete Standards für den Umgang mit Anfragen nach Assistenz bei der Selbsttötung aus medizinischer, ethischer und rechtlicher Perspektive.
Zielsetzung/Fragestellung: Ziel ist die Entwicklung und Verabschiedung einer interdisziplinären, konsensbasierten Leitlinie zum Umgang mit Anfragen nach Suizidassistenz zur Unterstützung von Mitarbeitenden im Gesundheits- und Sozialwesen.
Material & Methoden: 29 Fachgesellschaften und weitere Organisationen entwickeln seit September 2024 interdisziplinäre Statements und Empfehlungen zum Umgang mit Anfragen nach Suizidassistenz für Mitarbeitende des Gesundheits- und Sozialwesens. Die Empfehlungen und Statements werden in einem strukturierten Prozess der Konsensfindung mit neutraler Moderation durch eine AWMF-Leitlinienberaterin diskutiert und abgestimmt.
Ergebnisse: Die Verabschiedung der S2k-Leitlinie ist im Herbst 2026 vorgesehen. Es werden wesentliche Themen und Entwicklungsschritte der Leitlinie sowie vorbehaltlich der Konsentierung die zentralen Statements und Empfehlungen aus den Bereichen 1. Exploration bei Anfragen nach Suizidassistenz, 2. Information und Beratung, 3. Beurteilung der Freiverantwortlichkeit 4. Unterstützung von An- und Zugehörigen 5. Unterstützung von Mitarbeitenden im Gesundheits- und Sozialwesen vorgestellt.
Diskussion: Der Entwicklungsprozess sowie die Inhalte der Leitlinie werden auch im Vergleich zu aktuellen rechtlichen Anforderungen und internationalen Empfehlungen diskutiert.
Take-Home-Message für die Praxis: Im Herbst 2026 soll eine interdisziplinäre S2k-Leitlinie zum Umgang mit Anfragen nach Suizidassistenz verabschiedet werden. Durch die formulierten Empfehlungen und Statements können Mitarbeitende im Gesundheits- und Sozialwesen in verschiedenen Bereichen unterstützt werden.
Interessenkonflikte: Mitwirkung an der S2k-Leitlinie als Mitglied der Koordinationsgruppe und Mandatsträger, themenbezogene Referatshonorare, Förderung eines wissenschaftlichen Netzwerkes durch die DFG und BMBFTR, Mitgliedschaften in DGHO, DEGAM, AEM



