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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Strukturiertes Seminarprogramm mit innovativen Lernorten im PJ-Wahltertial Allgemeinmedizin

Lea-Mareen Höft - Universität Bielefeld, Medizinische Fakultät OWL, AG Allgemein- und Familienmedizin, Bielefeld, Deutschland
Bettina Leeuw - Universität Bielefeld, Medizinische Fakultät OWL, AG Allgemein- und Familienmedizin, Bielefeld, Deutschland
Janina Kleideiter - Universität Bielefeld, Medizinische Fakultät OWL, AG Allgemein- und Familienmedizin, Bielefeld, Deutschland
Madita Blanke - Universität Bielefeld, Medizinische Fakultät OWL, AG Allgemein- und Familienmedizin, Bielefeld, Deutschland; Universität Bielefeld, Medizinische Fakultät OWL, Referat Studium und Lehre, Bielefeld, Deutschland
Tim Peters - Universität Bielefeld, Medizinische Fakultät OWL, AG Allgemein- und Familienmedizin, Bielefeld, Deutschland; Universität Bielefeld, Medizinische Fakultät OWL, Referat Studium und Lehre, Bielefeld, Deutschland
Christiane Muth - Universität Bielefeld, Medizinische Fakultät OWL, AG Allgemein- und Familienmedizin, Bielefeld, Deutschland

Text

Hintergrund: Das Wahltertial im Praktischen Jahr (PJ) in der Allgemeinmedizin bietet für Studierende eine wichtige Gelegenheit, das Berufsfeld der hausärztlichen Versorgung in seiner Breite zu erleben. Durch die Ausbildung in den Lehrpraxen werden zentrale Elemente hausärztlicher Tätigkeit gut abgebildet. Relevante Bereiche und Schnittstellen wie z. B. der öffentliche Gesundheitsdienst, Gefängnismedizin, Arbeitsmedizin und Schwerpunktpraxen (z. B. Methadon- Substitution) werden von den Studierenden aber bislang oft nicht erlebt.

Zielsetzung/Fragestellung: An der Medizinischen Fakultät OWL mit Schwerpunkt Allgemeinmedizin wird ein strukturiertes und kompetenzorientiertes Seminarprogramm mit weiteren authentischen und innovativen Lernorten entwickelt, pilotiert und evaluiert, um das PJ um relevante ambulante und bevölkerungsbezogene Versorgungssettings zu erweitern.

Diskussionspunkt: Der Ausbau regionaler Kooperationen kann zu einer nachhaltig verbesserten Vernetzung des Standortes führen. Versicherungs-, Haftungs- und Qualitätssicherungsaspekte sind für alle Lernorte zu klären. Das Lehrprojekt kann als Vorbild für weitere Wahlangebote in anderen Fachdisziplinen gelten, um deren meist stationär geprägte Lehre mit innovativen Lernorten zu bereichern. Erfahrungen aus der Fach-Community mit ähnlichen Lehrprojekten können zur Weiterentwicklung des Konzepts beitragen.

Inhalt: Für jeden kooperierenden Lernort wird ein spezifisches Curriculum inklusive Lernzielen und Anvertraubaren Professionellen Tätigkeiten (APT) erstellt. Mit Beginn des PJ-Starts im November 2026 startet die Pilotierungsphase in einem gemischt qualitativ-quantitativen Design. Dafür werden leitfadengestützte Interviews (und ggf. Fokusgruppen) durchgeführt, transkribiert und inhaltsanalytisch nach Mayring ausgewertet. Quantitative Daten aus Fragebögen werden deskriptiv ausgewertet. Auf dieser Basis wird ein Implementierungs- und Verstetigungskonzept erarbeitet.

Es ist zu untersuchen, ob das PJ-Profil durch dieses Lehrprojekt inhaltlich auf eine breitere Kompetenzbasis gestellt wird, die Attraktivität für Studierende erhöht wird und die Allgemeinmedizin als Schwerpunkt gestärkt wird.

Take Home Message für die Praxis:

  • Es wird ein strukturiertes PJ-Seminarprogramm mit innovativen Lernorten entwickelt, pilotiert und evaluiert.
  • Ziel ist es, das PJ-Wahltertial in der Allgemeinmedizin um relevante ambulante und bevölkerungsbezogene Versorgungssettings zu erweitern und die Attraktivität für Studierende zu erhöhen.

Interessenkonflikte: Keine