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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

HealthScience4All – Gemeinsam Gesundheit machen

Kristina Hoffmann - Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg, Zentrum für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit CPD, Abt. Public Health, Deutschland
Ludgera Lewerich - Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg, Zentrum für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit CPD, Abt. Public Health, Deutschland
Raenhha Dhami - Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg, Zentrum für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit CPD, Abt. Prävention kardiovaskulärer und metabolischer Erkrankungen, Deutschland
Lisa Wolf - Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg, Zentrum für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit CPD, Abt. Prävention kardiovaskulärer und metabolischer Erkrankungen, Deutschland
Kristin Blümler - Gesundheitstreffpunkt Mannheim e.V., Mannheim, Deutschland
Kerstin Gieser - Gesundheitstreffpunkt Mannheim e.V., Mannheim, Deutschland
Kathrin Heinrich - Stadt Mannheim, FB Jugendamt und Gesundheitsamt, Mannheim, Deutschland
Tobias Vahlpahl - Stadt Mannheim, FB Demokratie und Strategie/Mannheimer Quartiermanagement e.V., Mannheim, Deutschland
Vera Araujo-Soares - Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg, Zentrum für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit CPD, Abt. Prävention kardiovaskulärer und metabolischer Erkrankungen, Deutschland

Text

Hintergrund: Sozial, ökonomisch und strukturell benachteiligte Bevölkerungsgruppen stehen vor großen Hürden beim Zugang zu präventiver Gesundheitsversorgung und haben oft die höchsten Gesundheitsrisiken. Ein erschwerter Zugang zu, ein teilweise eingeschränktes Verständnis von und Mangel an Vertrauen in Gesundheitsinformationen verstärken diese bestehenden Ungleichheiten. Außerdem erreicht diesbezügliche Wissenschaftskommunikation zumeist genau diese Personengruppen nur unzureichend und entfaltet dadurch keine befriedigende Wirkung.

Zielsetzung/Fragestellung: Mit unserem Projekt sprechen wir darum Personen an, die traditionell von Initiativen der Gesundheitsforschung und Wissenschaftskommunikation benachteiligt, unterrepräsentiert und nicht erreicht werden. Ziel des Projekts ist ein dialogorientierter und kooperativer Ansatz für eine praxisrelevante Forschung, der Beteiligung stärkt und sicherstellt, dass die Lebensrealitäten der Menschen berücksichtigt werden.

Diskussionspunkt: Wie müssen wir inklusive Forschung gestalten, um den Zugang zu Gesundheitsinformationen und -diensten gerechter zu machen und Interventionen besser auf die Kontexte der Menschen auszurichten? Wie helfen uns die Erfahrungen aus den bis dahin erfolgten Veranstaltungen dabei weiter? Wie können erfolgreiche Kommunikationsstrategien aussehen?

Inhalt: Wir nutzen drei Ansätze: Public & Patient Involvement & Engagement, aufsuchende Wissenschaftskommunikation und Methoden der partizipativen Forschung. Auf diese Weise binden wir Zielgruppen von Anfang an ein und gehen dorthin, wo die Menschen sind. Wir bringen Pop-up Events und Veranstaltungen zu Gesundheitsthemen und Präventionsforschung direkt in die Quartiere, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die bislang wenig Berührungspunkte damit haben. Zusammen mit lokalen Vertrauenspersonen arbeiten wir mit den Bewohner:innen zweier sozioökonomisch benachteiligter Mannheimer Stadtteile zusammen. So schaffen wir ein besseres Verständnis dafür, welche Präventionsthemen für sie von Bedeutung sind und erarbeiten gemeinsam Ansätze, wie wir zu diesen Themen an kulturelle und soziale Kontexte angepasst sinnhaft kommunizieren können. Gemeinsam finden wir Wege, wie wir die Menschen besser in Forschung einbeziehen können und machen dabei sichtbar, inwieweit ihre Teilhabe an Präventionsforschung für praxisrelevante Kommunikationsstrategien wichtig ist.

Take Home Message für die Praxis: Die inklusive Gestaltung von Forschung ist für die Entwicklung gerechter Gesundheitsinitiativen & Kommunikationsstrategien von entscheidender Bedeutung.

Interessenkonflikte: Keine