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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Brücken bauen zwischen Wissenschaft und Alltag – der Bürger:innen-Beirat des Forschungspraxennetzes Nord stellt sich vor

Laura Mohacsi - Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
Lea Roddewig - Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
Dunja Piper - Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
Lesley Apitz - Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin, Hannover, Deutschland
Boel Ballke - Universitätsmedizin Greifswald, Abteilung Allgemeinmedizin, Greifswald, Deutschland
Carmen Düvier - Universitätsmedizin Rostock, Institut für Allgemeinmedizin, Rostock, Deutschland
Malte Ferber - Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
Marion Hanusch - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin, Hamburg, Deutschland
Alexander Kloss - Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
Jacob Lorenzen - Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
Wiebke Röhrich - Universitätsmedizin Rostock, Institut für Allgemeinmedizin, Rostock, Deutschland
Nicolas Rühle - Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
Jolina Sändig - Universitätsmedizin Greifswald, Abteilung Allgemeinmedizin, Greifswald, Deutschland
Hannelore Schneider-Rudt - Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland
Peter Schulze - Universitätsmedizin Göttingen, Institut für Allgemeinmedizin, Göttingen, Deutschland

Text

Hintergrund: Wissenschaftliche Forschung an Universitäten wird häufig als weit entfernt vom alltäglichen Leben wahrgenommen. Gleichzeitig besteht der Anspruch, praxisnahe und gesellschaftlich relevante Fragestellungen zu bearbeiten. Partizipative Ansätze wie der Büger:innen-Beirat des Forschungspraxennetzes Nord (FoPraNet-Nord) können dazu beitragen, diese Lücke zwischen Forschung und Alltagserfahrungen zu überbrücken.

Zielsetzung/Fragestellung: Der Bürger:innen-Beirat versteht sich als Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Alltag. Ziel des Beirats ist es, Forschung verständlicher, zielgruppengerechter und transparenter zu gestalten. In der allgemeinmedizinischen Forschung sollten Bürger:innen – als potenzielle Patient:innen – unbedingt einbezogen werden. Die Beratung durch Bürger:innen soll dabei helfen, Forschungsfragen, -designs und -methoden auf die Bedürfnisse der Beforschten zuzuschneiden und Hürden für Studienteilnehmende frühzeitig zu identifizieren. Zudem soll durch den Einbezug von Bürger:innen in die Wissenschaftskommunikation öffentlich finanzierte Forschung zugänglicher für alle werden. Dies soll das Vertrauen in universitäre Forschung fördern.

Material & Methoden: Die Mitwirkenden des Beirats sind ein Kollektiv von forschungsinteressierten Bürger:innen aus unterschiedlichen Alters- und Berufsgruppen. Eingebunden sind sie über die allgemeinmedizinischen Institute aus Göttingen, Greifswald, Hamburg, Hannover und Rostock. Sie treffen sich einmal im Monat zu einem offenen und vertrauensvollen Austausch im Online-Format. Zusammen mit Wissenschaftler:innen wird diskutiert, wie Forschungsprojekte verbessert werden können. Die Mitwirkenden müssen kein Vorwissen für die Teilnahme mitbringen.

Ergebnisse: Bisher konnte der Bürger:innen-Beirat Projekte bei der Erstellung von Rekrutierungs- und Studienmaterialien unterstützen, eine laienverständliche Studienzusammenfassung erstellen, Interviewleitfäden überarbeiten und bei der Auswertung von Interviewdaten unterstützen sowie Projekte in der Antragsphase beraten.

Diskussion: Eine strukturierte und kontinuierliche Beteiligung von Bürger:innen kann einen konkreten Mehrwert für Forschungsprozesse in unterschiedlichen Projektphasen bieten. Langfristig stellt sich die Frage, wie solche Beteiligungsformate nachhaltig in Forschungsstrukturen verankert und systematisch evaluiert werden können.

Take Home Message für die Praxis: Nur, wenn die Meinung der Öffentlichkeit gehört und systematisch in die Forschung einbezogen wird, kann sie in Form von neuen, innovativen Konzepten in das Gesundheitssystem zurückfließen.

Interessenkonflikte: Keine