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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Erste Ergebnisse zu körperlich inaktiven Bettzeiten und Schlafeffizienz in der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland
Text
Hintergrund: Eine zu kurze oder zu lange Schlafdauer ist mit gesundheitlichen Risiken assoziiert. Schlafbezogene, körperlich inaktive Verhaltensweisen – wie die Bettzeiten vor dem Einschlafen oder nach dem Aufwachen– können mit einer schlechteren Schlafgesundheit in Zusammenhang stehen und somit neben der Schlafdauer ebenfalls relevant für den Bereich Public Health sein. Aktuelle bevölkerungsweite Daten hierzu liegen für Deutschland bislang nicht vor.
Zielsetzung/Fragestellung: Ziel der Studie ist eine erste Beschreibung der körperlich inaktiven Bettzeiten sowie der Schlafeffizienz der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland.
Material & Methoden: Analysiert wurden Daten der Querschnittstudie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA; Telefoninterviews, Mai 2023 – Januar 2024; n = 8.026). Schlafparameter wurden aus selbstberichteten Zubettgeh-, Einschlaf-, Aufwach- und Aufstehzeiten berechnet, die Schlafeffizienz als Anteil der Schlafzeit an der Gesamtbettzeit. Analysen erfolgten stratifiziert nach Geschlecht, Alter und Bildung für Werktage, Wochenende und Gesamtwoche.
Ergebnisse: Die inaktive Bettzeit betrug durchschnittlich in der gesamten Woche 00:40 h (8,2% der Gesamtbettzeit) pro Tag, am Wochenende 00:45 h (8,7%) und an Werktagen 00:38 h (8,1%). Frauen verbrachten im Schnitt 00:42 h (8,5%) inaktive Zeit im Bett und Männer 00:37 h (7,8%). Mit 00:45 h (9,0%) zeigten die 18–29-Jährigen die längsten inaktiven Bettzeiten in der gesamten Woche. Zwischen den Bildungsgruppen verbrachte die hohe Bildungsgruppe mit 00:36 h (7,4%) die kürzeste inaktive Zeit im Bett. Die Schlafeffizienz lag stets über 90%; am höchsten in der hohen Bildungsgruppe an Werktagen (92,8%) und am niedrigsten bei 18–29-Jährigen am Wochenende (90,5%).
Diskussion: Im Vergleich zur internationalen Literatur verbringt die deutsche Bevölkerung weniger inaktive Zeit im Bett mit einer höheren Schlafeffizienz. Da die Daten auf Selbstberichten basieren, sind Verzerrungen durch sozial erwünschtes Antwortverhalten nicht auszuschließen. Zukünftige Studien sollten den Zusammenhang zwischen inaktiven Bettzeiten und Schlafgesundheit unter Berücksichtigung soziodemografischer Unterschiede untersuchen.
Take Home Message für die Praxis: Körperlich inaktive Bettzeiten könnten wichtige Parameter der Schlafgesundheit darstellen.
Interessenkonflikte: Keine



