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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Zusammenhang zwischen arztbezogener Fallzahl und der Qualität des Behandlungsergebnisses – Update eines Overviews von systematischen Reviews
Text
Hintergrund: Trotz Möglichkeit nach Mindestmengenregelung § 1 Abs. 1 mit Rechtsgrundlage § 136b Abs. 1 Nr. 2 SGB V, zahlreicher empirischer Auswertungen (u.a. Morche et al. 2016) und einer seit über 20 Jahren anhaltenden Diskussion (Birkmeyer et al. 2002), existieren bisher in Deutschland nur Mengenvorgaben auf Krankenhausebene, aber keine rechtlich bindenden, zentralen Vorgaben für Ärztin oder Arzt im Krankenhaus.
Zielsetzung/Fragestellung: Ziel dieser Untersuchung ist die Identifikation von Leistungen oder Erkrankungen, bei denen ein Zusammenhang zwischen arztbezogener Fallzahl und der Qualität der Leistungserbringung besteht. Die Erkenntnisse sollen bewertet und älteren Auswertungen (Morche et al. 2016) gegenübergestellt werden.
Material & Methoden: Update des Overviews von systematischen Reviews (SR) von Morche et al. (2016) nach publiziertem Protokoll (Voss et al. 2025). Suche in den Datenbanken MEDLINE (Ovid), Embase (Elsevier), Cochrane (Wiley) sowie der International HTA Database (INAHTA) von Oktober 2015 bis Februar 2025 nach SR zu Volume-Outcome Auswertungen mit Arztbezug. Zweifach unabhängiges Screening und Bewertung der methodischen Qualität der SR mit AMSTAR 2. Einfache Extraktion mit Überprüfung. Deskriptive Synthese entsprechend identifizierter Erkrankungen bzw. Eingriffe. Berichterstellung gemäß dem PRISMA-Statement (Page et al. 2021), unter Berücksichtigung von Kapitel V des Cochrane Handbuchs (Pollock et al. 2024).
Ergebnisse: Vorläufige Ergebnisse: Von 2.866 identifizierten Arbeiten erfüllten 37 SR und 9 Rapid Reviews (RR) des IQWiG die Einschlusskriterien. Für die Hälfte der SR wird das Vertrauen in die Ergebnisse nach AMSTAR 2 als sehr niedrig eingestuft (4x high, 9x moderate, 9x low, 24x critically low). Für 13 der von Morche et al. (2016) berichteten 15 Leistungen wurden aktuelle Publikationen identifiziert (z.B. für Darmchirurgie) und darüber hinaus zu mind. 5 weiteren Bereichen (Arthroplastie von Schulter, Ellenbogen, Hüfte; Schilddrüsenchirurgie; Karotisstenose; Transplantation; TAVI).
Diskussion: Vorhaben: Vergleich der Ergebnisse mit Literatur (u.a. Hoshijima et al. 2019, Morche et al. 2016)
Take Home Message für die Praxis: Vorläufig: Arztbezogene Mindestmengen können eine Alternative zu standortbezogenen Mindestmengen sein und auch im ambulanten Sektor mit Qualitätseffekten verbunden sein.
Interessenkonfliket: Keine



