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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Ein Delphi-basiertes Kerncurriculum über Diversität für die medizinische Ausbildung

Pia Traulsen - UKSH Campus Lübeck, Institut für Allgemeinmedizin, Lübeck, Deutschland
Jost Steinhäuser - UKSH Campus Lübeck, Institut für Allgemeinmedizin, Lübeck, Deutschland

Text

Hintergrund: Dimensionen der Diversität sind: Alter, soziale Herkunft, Migrationsgeschichte und Nationalität, körperliche und geistige Fähigkeiten, Geschlecht und geschlechtliche Identität, Religion und Weltanschauung sowie sexuelle Orientierung. Diese können vom Zugang zur Versorgung, die Kommunikation, Diagnostik bis hin zur Therapie beeinflussen. Diversitätskompetenzen in der medizinischen Ausbildung zu vermitteln ist daher klinisch geboten.

Zielsetzung/Fragestellung: Ziel war die Entwicklung eines Diversitäts-Kerncurriculums für das Medizinstudium.

Material & Methoden: Es wurde eine Delphi-Studie mit internationalen Expert:innen aus Gesundheitsversorgung und Wissenschaft durchgeführt. Runde 1 (Mai–September’25): offene Item-Generierung via Online-Fragebogen. Durch ein Panel wurden doppelte und unklare Items ausgeschlossen. Runde 2 (Dezember’25–Januar’26): Bewertung der Items aus Runde 1 durch Expert:innen auf einer 5-stufigen Likert-Skala. Runde 3 (März-April’26): finale Bewertung der Items, welche nicht direkt nach der zweiten Runde mit ins Kerncurriculum ausgeschlossen oder aufgenommen werden konnten.

Ergebnisse: In Runde 1 nahmen 29 Personen teil und generierten 756 Themenvorschläge. Nach Entfernung der Duplikate verblieben 330 Items; nach Panel-Review gingen 93 Items in Runde 2. In Runde 2 bewerteten 11 Expert:innen die Items; 40 Items wurden direkt übernommen, sieben verworfen und 46 in Runde 3 überführt.

Diskussion: Das finale Curriculum bündelt klinisch relevante Lernziele zu allen Diversitäts-Dimensionen. Nächste Schritte beinhalten einen Praxistest und im weiteren Verlauf ggf. die Einbindung in kompetenzorientierte Prüfungsformate (z. B. OSCE) sowie eine longitudinale Verankerung.

Take Home Message für die Praxis: Diversitätskompetenz kann vor dem Hintergrund dieses Curriculums implementiert werden.

Interessenkonflikte: Keine