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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Entwicklung und Evaluation eines e-Learning-Programms für Hausärzt:innen zu Complex Cancer Care für Langzeitüberlebende nach Krebs

Anna Pauline Gülle - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland
Annalia Gminder - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland
Benjamin Aretz - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Medizinische Biometrie, Informatik und Epidemiologie (IMBIE), Bonn, Deutschland
Katharina Averdunk - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Patientensicherheit, Bonn, Deutschland
Cosimo Döppenschmitt - Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, Treffpunkt Bonn, Deutschland
Franziska Geiser - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Bonn, Deutschland
Arian Karimzadeh - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland
Renate Pfeifer - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Patientenvertretung, Centrum für Integrierte Onkologie Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf, Bonn, Deutschland
Matthias Schmid - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Medizinische Biometrie, Informatik und Epidemiologie (IMBIE), Bonn, Deutschland
Ingo G. H. Schmidt-Wolf - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Centrum für Integrierte Onkologie, CIO, Bonn, Deutschland
Matthias Weigl - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Patientensicherheit, Bonn, Deutschland
Rieka von der Warth - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland
Birgitta Weltermann - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland

Text

Hintergrund: In Deutschland erkrankten im Jahr 2023 ca. 520.000 Personen neu an Krebs. Durch medizinische Entwicklungen stieg die Zahl der Langzeitüberlebenden nach Krebs (Krebsdiagnose vor mehr als 5 Jahren) 2025 in Deutschland auf 3,5 Millionen Betroffene an – Tendenz steigend. Ein Teil dieser Langzeitüberlebenden nach Krebs erlebt auch nach Abschluss der Nachsorge bio-psycho-soziale Langzeit- und Spätfolgen. Gleichzeitig fehlt es an strukturierten Unterstützungskonzepten, welche die heterogenen Bedarfe der Langzeitüberlebenden adressieren. Die DELPHIN-Studie, gefördert von der Deutschen Krebshilfe, setzt hier an, indem sie zur Adressierung der Langzeit- und Spätfolgen von Langzeitüberlebenden nach Krebs beiträgt.

Zielsetzung/Fragestellung: Ziel ist die Entwicklung und Pilotierung eines evidenzbasierten e-Learnings für Hausärzt:innen, das auf die Versorgungsbedarfe in der Hausarztmedizin ausgerichtet ist.

Material & Methoden: Basierend auf Literatur, Leitlinien und Auswertungen der vorangegangenen Querschnittsstudie zu Weiterbildungsbedarfen von Leistungserbringenden in der Versorgung von Langzeitüberlebenden (N = 227) werden Inhalte eines e-Learning-Programms in einem iterativen Prozess entwickelt. In einer anschließenden Längsschnittstudie mit n=50 Hausärzt:innen werden Wissenserwerb und Zufriedenheit mit dem e-Learning vor (t0), unmittelbar nach (t1) und vier Wochen (t2) nach Durchführung des Programms evaluiert. Zur Evaluation werden validierte Fragebögen eingesetzt. Die Datenauswertung erfolgt mittels gepaarten T-Tests und Regressionsanalysen.

Ergebnisse: Die Inhalte des e-Learnings adressieren Complex Cancer Care für Langzeitüberlebende nach Krebs. Die Wissensvermittlung erfolgt mittels eines webbasierten und interaktiven e-Learnings unter anderem durch KI-generierte Lernvideos und Podcasts. Die Evaluation des Programms ist für den Sommer 2026 geplant; erste Ergebnisse werden beim Kongress vorgestellt.

Diskussion: Langzeitüberlebende nach Krebs sind eine wachsende Patient:innengruppe in der Hausarztmedizin. Mittels des DELPHIN e-Learnings werden Hausärzt:innen geschult, deren Langzeit- und Spätfolgen gezielter zu adressieren. Ähnlich wie bei vorangegangenen Studien zu Fortbildungen durch e-Learning-Formate werden ein signifikanter Wissenszuwachs und eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Versorgung von Langzeitüberlebenden nach Krebs erwartet.

Take Home Message für die Praxis: Das e-Learning für Hausärzt:innen adressiert ein relevantes Versorgungsthema und kann die Versorgung von Langzeitüberlebenden nach Krebs in der Hausarztmedizin verbessern.

Interessenkonflikte: Keine