20. Internationales SkillsLab Symposium 2026
20. Internationales SkillsLab Symposium 2026
Skills Labs der Medizinischen Hochschule Brandenburg – Skills, Simulation, Synergien und Entwicklungsfelder
Text
Hintergrund: An medizinischen Fakultäten existieren Ausbildungs-, Lehr- und Lernformate häufig als historisch gewachsene, parallel organisierte Strukturen, die unterschiedliche Dimensionen praktischer Kompetenz adressieren. An der Medizinischen Hochschule Brandenburg haben sich ein zentrales Skills-Lab, ein Ultraschall Skills-Lab sowie ein Nutrition Skills-Lab etabliert, die inhaltlich eng entlang gemeinsamer curricularer Module arbeiten, organisatorisch jedoch getrennt verankert sind.
Konzept: Im Rahmen eines institutionsweiten Praxisprojekts wird ein integratives Konzept zur Bündelung der drei Skills-Labs entwickelt. Ziel ist eine gemeinsame Governance mit gebündelten Ressourcen, abgestimmten Tutor*innenstrukturen und integrierten Lehrformaten. Das Konzept umfasst eine systematische Abbildung aller curricularen und extracurriculären Angebote entlang des Brandenburgischen Modellstudiengangs Medizin sowie die Entwicklung symptom- und problemorientierter Tutorien, die klinische Untersuchung, apparative Diagnostik, Simulation und ernährungsmedizinische Interventionen und Prävention verbinden.
Evaluation: Die Konzeptentwicklung baut auf bereits durchgeführten kombinierten Tutorien aus klinischer Untersuchung und Ultraschall mit begleitender Evaluation auf. Frühere Untersuchungen zeigten additive Effekte auf Wissenszuwachs und praktische Fertigkeiten durch integrierte, multisensorische Lehrformate. Diese Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung der integrierten Skills-Lab-Struktur ein. Die geplante Umsetzung wird durch formatbezogene Evaluationen sowie eine prä-/post-Wissensabfrage begleitet.
Schlussfolgerung: Die Bündelung komplementärer Skills-Lab-Strukturen ermöglicht eine effizientere Ressourcennutzung, stärkt vernetztes klinisches Denken und fördert kompetenzorientierte Lehre entlang realer klinischer Problemstellungen.
Ausblick: Perspektivisch sollen integrierte Tutorien curricular verankert, simulationsbasierte Lehre ausgebaut und das Konzept entlang von Entrustable Professional Activities weiterentwickelt sowie standortübergreifend evaluiert werden.
Interessenkonflikte: Die Autor*innen erklären, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.
References
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[3] ten Cate O. Entrustability of professional activities and competency-based training. Med Educ. 2005;39(12):1176-1177. DOI: 10.1111/j.1365-2929.2005.02341.x



