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20. Internationales SkillsLab Symposium 2026


12.-14.03.2026
Mannheim

Meeting Abstract

„How we do it“ – Hygiene im Skills Lab für PJ-Studierende

Bettina Lange - Universitätsmedizin Mannheim, Universitätsklinikum Mannheim GmbH, Stabsstelle Krankenhaushygiene, Mannheim, Deutschland
Ioanna Pechlivanidou - Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Geschäftsbereich Studium und Lehrentwicklung, Mannheim, Deutschland
Julia Metz - Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Geschäftsbereich Studium und Lehrentwicklung, Mannheim, Deutschland
Janet Kosswig - Universitätsmedizin Mannheim, Universitätsklinikum Mannheim GmbH, Stabsstelle Krankenhaushygiene, Mannheim, Deutschland
Alexandra Heininger - Universitätsmedizin Mannheim, Universitätsklinikum Mannheim GmbH, Stabsstelle Krankenhaushygiene, Mannheim, Deutschland

Text

Hintergrund: Arbeitsverdichtung, Schichtmodelle und Personalknappheit schränken die Einarbeitung Studierender im Praktischen Jahr (PJ) und Feedback zu praktischen Tätigkeiten mit Hygienebelang häufig ein.

Beschreibung des Projekts: Seit 2023 wird zweimal jährlich ein „Hands-on Training für PJ-Studierende“ durch das Team der Krankenhaushygiene im Lernkrankenhaus TheSiMa (Skills Lab der Medizinischen Fakultät Mannheim) angeboten, um sechs Hygiene-relevante Prozeduren einzuüben. Vor der Lehrveranstaltung (vier Unterrichtseinheiten) werden sechs Kleingruppen à fünf bis acht Studierenden gebildet und auf der Lernplattform Moodle eine bebilderte Anleitung für die korrekte Durchführung der Prozeduren übermittelt. Während des Trainings werden an sechs getrennten Arbeitsstationen des TheSiMa -betreut durch je zwei Dozenten der Krankenhaushygiene- über 30 Minuten folgende Aufgabenstellungen bearbeitet: Verbandswechsel, Umgang mit einem ZVK, Umgang mit einem PVK, Anstechen eines Port-Systems, Anlegen/Ablegen steriler Schutzkleidung und Abnahme einer Blutkultur. Jede einzuübende Prozedur wird durch ein oder zwei Studierende unter Nutzung realitätsnaher Modelle und praxistypischer Utensilien freiwillig durchgeführt. Die anderen Studierenden und Dozenten beobachten aktiv; anschließend erfolgt unterstützt durch die Dozenten kollegiales Feedback. So können Studierende ihre praktischen Fertigkeiten überprüfen und kollegiales Feedback („Buddy-Prinzip“) im Interesse der Patientensicherheit trainieren. Da die gezeigte Durchführung einer Prozedur nicht bewertet wird, sondern ausschließlich Anlass für kollegiales Feedback zur Optimierung ist, sollte bei den Studierenden nicht „Leistungsdruck“, sondern eine optimierte Lernerfahrung entstehen. An jeder Arbeitsstation wird Zeit für offene Fragen und Problemdiskussion aus dem klinischen Alltag gegeben.

Evaluation: Im Rahmen der anonymisierten Online-Evaluation der Lehrveranstaltung werden die Studierenden gemäß der Evaluationsverordnung der Universität Heidelberg um Beurteilung gebeten. Die Evaluation wird durch das QM-Team Studium und Lehre der Fakultät durchgeführt und erfolgt mittels evasys. Die online-Umfrage ist eine Woche freigeschaltet, die Teilnahme ist freiwillig. Die aggregierten Evaluationsreports werden den zuständigen Lehrverantwortlichen nach Abschluss der Evaluationswoche bereitgestellt.

Schlussfolgerungen: Angesichts einer Teilnahmequote von durchschnittlich 49,8% an der Evaluation, des von den Befragungsteilnehmer*innen beschriebenen hohen Lernzuwachses (86,9%) und der Gesamtbewertung der Veranstaltung mit der Note sehr gut bis gut (91,5%) wird die Sinnhaftigkeit eines Hands-on-Trainings für PJ-Studierende im Fach Hygiene unterstrichen.

Ausblick: Das Hands-on Training für PJ-Studierende wird fortgesetzt. Eine Ausweitung des Angebots auf weitere praktische Aufgabenstellungen wurde in der Evaluation mehrfach angeregt; dies würde jedoch zusätzliche Personalressourcen der Krankenhaushygiene erfordern.

Interessenkonflikte: Die Autorinnen erklären, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.