Logo

38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)


18.-20.06.2026
Nuremberg

Meeting Abstract

Femtosekunden-Laser-assistierte Präparation kornealer allogener intrastromaler Ringsegmente (CAIRS) mit dem LenSx: Entwicklung eines standardisierten Protokolls

Anna-Karina B. Maier-Wenzel - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin
Anja Seeger - Charité – Universitätsmedizin Berlin, Berlin
Werner Dierken - Alcon Deutschland GmbH, Freiburg

Text

Hintergrund: Korneale allogene intrastromale Ringsegmente (CAIRS) stellen eine innovative, biokompatible Alternative zu synthetischen PMMA-Ringsegmenten bei der Behandlung von Keratektasien dar. Die präzise Spenderpräparation ist entscheidend für den chirurgischen Erfolg. Hierbei ermöglicht die Femtosekunden(FS)-Laser-assistierte Präparation eine deutlich höhere Präzision und Reproduzierbarkeit.

Material und Methoden: Entwicklung und Implementierung eines standardisierten Protokolls zur CAIRS-Präparation mittels LenSx Femtosekundenlaser (Alcon). Das Protokoll umfasst die systematische Optimierung von Laserparametern, Spenderfixierung, Epithelentfernung und Segmentextraktion an humanen Spenderhornhäuten.

Ergebnisse: Das entwickelte LenSx-Protokoll ermöglicht die reproduzierbare, hochpräzise Herstellung von CAIRS-Segmenten mit definierten Parametern (Breite 2,8 mm, Dicke 400 µm, variable Bogenlängen). Im Gegensatz zur manuellen Technik erlaubt das LenSx-Protokoll grundsätzlich die Anpassung von Durchmesser, Breite und Bogenlänge basierend auf individueller Hornhauttopografie. Da für den LenSx kein vorgefertigtes Modul verfügbar ist, wurden die einzelnen Arbeitsschritte aus den vorhandenen Softwaretools kombiniert. Zunächst erfolgte nach dem Einpannen der Hornhaut in eine künstliche Vorderkammer und Entfernung des Epithels mit der Pocket-Software eine kreisrunde Dissektion in 400 µm Tiefe mit einem Durchmesser von 8 mm. Danach wurden mit der Cataract-Software mit dem Kapsulorhexis Modul zwei Ringe im Durchmesser 5,0 und 7,8 mm geschnitten. Die automatisierte Schnittführung des LenSx-Systems erlaubt hierbei glatte lamelläre Schnittflächen ohne thermischen Kollateralschaden.

Schlussfolgerung: Das neu entwickelte Protokoll zur LenSx-assistierten CAIRS-Präparation stellt eine standardisierte, qualitätsgesicherte Methode dar, die den Goldstandard hinsichtlich Präzision, Oberflächenqualität und Individualisierbarkeit repräsentiert. Die Nutzung des weit verbreiteten LenSx-Systems macht diese Technik für viele Zentren zugänglich, die bereits über dieses Gerät verfügen.