38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)
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PresbyEDOF zur Presbyopiekorrektur: Klinische Ergebnisse einer individualisierten kornealen Laserbehandlung
Text
Zielsetzung: Evaluation von Sicherheit, Effektivität und refraktiver Vorhersagbarkeit der PresbyEDOF-Technik, einer individualisierten kornealen Laserbehandlung zur Korrektur der Presbyopie.
Methode: Retrospektive, monozentrische Fallserie von 114 Augen bei 57 Patienten (Alter 54 ± 4,7 Jahre), die mit PresbyEDOF auf dem SCHWIND AMARIS 1050RS behandelt wurden. Das Behandlungskonzept basierte auf der Induktion einer erweiterten Tiefenschärfe (~1,5 dpt pro Auge) kombiniert mit einer Anisometropie von ca. 1,5 dpt. Primäre Endpunkte nach 3 Monaten waren binokulare unkorrigierte Fernsehschärfe (UDVA), Nahsehschärfe (UNVA), refraktive Vorhersagbarkeit, Veränderung der bestkorrigierten Sehschärfe (CDVA), Residualastigmatismus, Re-Treatment-Rate sowie patientenberichtete visuelle Qualität.
Ergebnisse: Eine binokulare UDVA von 0,0 logMAR wurde bei 92% der Patienten erreicht. Eine UNVA von ≥0,2 logMAR wurde bei 93% erzielt, davon 40% mit ≥0,0 logMAR. Die CDVA blieb bei 38% unverändert, verbesserte sich bei 35% um eine Zeile und verschlechterte sich bei 27% um eine Zeile; kein Patient verlor mehr als eine Zeile. Residualastigmatismus >0,5 dpt trat in 4% der Augen auf. Drei Patienten (5,3%) benötigten ein Re-Treatment. Intraoperative oder schwerwiegende postoperative Komplikationen wurden nicht beobachtet. Subjektiv berichteten die Patienten über eine hohe Zufriedenheit; photische Phänomene waren selten und transient.
Schlussfolgerung: PresbyEDOF ermöglicht eine effektive Wiederherstellung funktioneller Sehschärfe über verschiedene Distanzen bei gleichzeitig hoher Sicherheit und refraktiver Präzision. Die individualisierte, korneale Herangehensweise stellt eine minimalinvasive und anpassbare Option zur Presbyopiekorrektur dar. Weitere prospektive Studien mit längerer Nachbeobachtung sind erforderlich, um die Langzeitstabilität zu beurteilen.



