38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)
38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)
Ergebnisse der Rotationsstabilität, Visusentwicklung und Lesegeschwindigkeit nach beidseitiger Implantation biaspherischer trifocal-torischer Intraokularlinsen
Text
Ziel: Bewertung der Rotationsstabilität, Visusentwicklung und Lesegeschwindigkeit drei Monate nach der beidseitigen Implantation der trifocal-torischen Intraokularlinse (IOL) Asqelio™.
Methoden: In einer prospektiven Interventionsstudie wurden Kataraktpatienten eingeschlossen, bei denen eine bilaterale Implantation der Asqelio™ Trifocal Toric IOL durchgeführt wurde. Es wurden nur Patienten analysiert, die die 3-monatige Nachbeobachtung gemäß Protokoll absolvierten. Die Analyse umfasste den unkorrigierten und korrigierten Fernvisus (UDVA, CDVA), den unkorrigierten Intermediär- (60 cm) und Nahvisus (40 cm) (UIVA, UNVA), die binokulare Defokuskurve, die durch Spaltlampenuntersuchungen bestimmte Rotationsstabilität, sowie die mit der Radner-Lesetafel gemessene Lesegeschwindigkeit (Wörter pro Minute, wpm). Die Ergebnisse wurden, sofern verfügbar, über die postoperativen Kontrolltermine hinweg verglichen.
Ergebnisse: Zwanzig Patienten schlossen die 3-monatige Nachbeobachtung ab. Die mittlere binokulare UDVA betrug 0,04 ± 0,11 logMAR und die CDVA -0,06 ± 0,05 logMAR. Die mittlere binokulare UIVA und UNVA betrugen 0,13 ± 0,08 bzw. 0,13 ± 0,13 logMAR. Die binokulare Defokuskurve zeigte eine Sehschärfe von ≤0,2 logMAR im Bereich von 0,00 D bis etwa -3,0 D. Die mittleren Lesegeschwindigkeiten betrugen nach drei Monaten 140 ± 30 WPM (0,9/1,0), 137 ± 19 WPM (0,8/0,9) und 127 ± 22 WPM (0,7/0,8). Die mittlere absolute IOL-Rotation betrug 1,4 ± 2,6°, wobei keine Nachrotation erforderlich war.
Schlussfolgerung: Drei Monate nach der Operation zeigte die Asqelio™ Trifocal Toric IOL eine ausgezeichnete Rotationsstabilität, eine gute binokulare Sehschärfe in der Ferne, intermediär und in der Nähe, eine kontinuierliche binokulare Defokuskurve im Funktionsbereich mit der Möglichkeit flüssig zu Lesen. Die Verbesserungen zwischen den Kontrollterminen deuten auf eine Neuroadaptation und eine visuelle Stabilisierung im Laufe der Zeit hin. Diese Ergebnisse untermauern die Sicherheit und klinische Effektivität dieser IOL bei Kataraktpatienten, gerade in Fällen welche eine Korrektur des Astigmatismus und der Presbyopie benötigen.



