38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)
38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)
Hydroimplantation eines Pupillenexpanders ohne Verwendung eines Viskoelastikums
Text
Zielsetzung: Bei enger Pupille dienen Pupillenerweiterungstechniken (Viscomydriasis, pupil Expansion device = PED) der Vergrößerung der Pupille, um einen guten Einblick in das Operationsfeld zu ermöglichen. Üblicherweise kommt ein viskoelastisches Ophthalmusgerät (OVD) zum Einsatz, um die Vorderkammer zu stabilisieren. Intraokularlinsen-Implantation unter BSS-Infusion ohne OVD ist sicher und schnell möglich, ohne höheren Endothelverlust. Überträgt man diese Sicherheit auf PED, könnte PED ebenfalls ohne OVD sicher implantiert werden.
Methode: Die Operation erfolgt unter jeglicher Anästhesie (topisch, peribulär/retrobular oder general). Hauptschnitt und zwei Paracentesen erfolgen wie vom Operateur gewählt. Das PED wird in den Injektor geladen und ein anterior chamber maintainer in eine Paracentese platziert. Die Infusion arbeitet mit konstantem Fluss von 110 mmHg, kann aber auch per Fußpedal gesteuert werden. Der Injektor wird entsprechend dem Hersteller durch den Haupteingang eingeführt, das PED eingeführt und der Pupillenrand erfasst. Gegebenenfalls kann unterstützend ein Sinskey-Haken oder Malyugin-Ring-Manipulator verwendet werden. Der weitere Verlauf der Operation richtet sich nach den Anforderungen des Auges.
Ergebnis: Mit etwas Vorerfahrung in der Verwendung von PED gelingt die Implantation auch unter Infusion, wobei auf möglichst dicht abschließende Zugänge und einen ausreichend hohen Infusionsdruck geachtet werden muss.
Schlussfolgerung: Die sicheren Rahmenbedingungen bei Hydroimplantation einer IOL gelten auch für PED. Auch ohne OVD-Injektion ist das PED sicher und schnell zu implantieren.



