38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)
38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)
Automatisierte Quantifizierung von Biomarkern der Gefäßstabilität unter Faricimab bei DMÖ: Imaging-Analysen mittels UWFA, CFP und OCT aus YOSEMITE/RHINE
Text
Zielsetzung: Die Gefäßstabilität in Augen mit diabetischem Makulaödem (DMÖ) kann durch Biomarker wie die Ablagerung von harten Exsudaten (HE), einer erhöhten Anzahl an Mikroaneurysmen (MAs) und retinaler Flüssigkeit analysiert werden. In dieser Post-hoc-Analyse der Studien YOSEMITE/RHINE (NCT03622580/NCT03622593) wurden Biomarker für Gefäßstabilität unter Faricimab (FAR) vs. Aflibercept 2 mg (AFL) mittels automatisierter Quantifizierung verschiedener Bildgebungsverfahren verglichen.
Methode: In den Studien YOSEMITE/RHINE wurden die Patienten 1:1:1 randomisiert und erhielten entweder FAR 6 mg (Q8W oder Treat-and-Extend [T&E]) oder AFL 2 mg Q8W bis Woche (W) 100. Es wurden die Leckagefläche und die Anzahl der MAs bei der Ultraweitwinkel-Fluoreszenzangiographie (UWFA) in allen Netzhautzonen, die Fläche von HEs und die MA-Anzahl auf Farb-Fundusaufnahmen (CFP) des hinteren Pols sowie das Volumen der sub- und intraretinalen Flüssigkeit (SRF/IRF) bei der optischen Kohärenztomographie (OCT) (zentrales Teilfeld von 3 mm) untersucht.
Ergebnis: Die automatisierte Quantifizierung der Biomarker für Gefäßstabilität zeigte eine anatomische Verbesserung mit FAR bei DMÖ. Dies beinhaltete die mittels UWFA gemessene Reduktion der mittleren generalisierten Leckagefläche am hinteren Pol um -88% bzw. panretinal um -90% in W16 unter FAR im Vergleich zu Baseline (BL). Zudem zeigte sich mit FAR T&E in der CFP eine adjustierte mittlere Veränderung der HE-Fläche von BL zu W52 und W96 um -0,83 mm2 und -1,02 mm2. Der Patientenanteil mit vollständiger MA-Auflösung im hinteren Pol und der mittleren Peripherie lag nach W96 bei 39% und 49%. Zudem konnte eine Verminderung des SRF- und IRF-Volumens mittels OCT nach 12W, nach einem Jahr (Durchschnitt W48–56) bzw. nach zwei Jahren (Durchschnitt W92–100) quantifiziert werden.
Schlussfolgerung: Die automatisierte Quantifizierung verschiedener Biomarker durch unterschiedliche Bildgebungsverfahren (UWFA, CFP und OCT) verdeutlicht die Verbesserung von FAR auf die Gefäß- und Langzeitstabilität bei DMÖ.



