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38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)


18.-20.06.2026
Nuremberg

Meeting Abstract

Ab-interno Kanaloplastik und Quantifizierung der Kanalographie

Simone Swierczek - Universitäts-Augenklinik, Bonn
Leonie Bourauel - Universitäts-Augenklinik, Bonn
Leon von der Emde - Universitäts-Augenklinik, Bonn
Simon Ondrejka - Augencentrum Köln, Köln
Norbert Körber - Augenzentrum Gummersbach, Gummersbach
Robert Stegmann - Sefako Makgatho Health Sciences University, Department of Ophthalmology, Ga-Rankuwa, Pretoria, Südafrika
Karl Mercieca - Universitäts-Augenklinik, Bonn

Text

Zielsetzung: Diese Studie untersucht die Korrelation der durch Fluorescein angefärbten Kammerwasserabflusswege während der Kanalographie im Rahmen der ab-interno Kanaloplastik und der Augeninnendruckverläufe postoperativ, sowie der weiterhin benötigten medikamentösen Augentropfentherapie. Zudem wird untersucht, ob bestimmte Quadranten, in Abhängigkeit von ihrer anatomischen Lokalisation, einen höheren Kammerwasserabfluss aufweisen. Des Weiteren wird geprüft, ob das Ausmaß der Mikrorupturen auf eine verbesserte Permeabilität hindeutet.

Methode: Das Kollektiv besteht aus 86 Augen von 62 Patientinnen und Patienten, bei welchen im Rahmen einer ab-interno Kanaloplastik mittels des iTrack™ Advance-Katheters (Nova Eye Medical) zusätzlich eine Kanalographie mit fluoresceiniertem Viscoelasticum (Healon® pro) durchgeführt worden ist. An 82 Augen ist zudem simultan eine Katarakt operiert worden. Die durch das Fluorescein angefärbten Kammerwasserabflusswege konnten intraoperativ durch einen Blaulichtfilter des Operationsmikroskopes sichtbar gemacht und für eine postoperative Beurteilung und Auswertung aufgenommen werden. Diese erfolgte durch das open-source Programm Fiji. Die präoperativ durch den IOL-Master bzw. Oculus Pentacam® erfasste white-to-white Distanz diente hierbei als Maßstab. Die in Abhängigkeit vom Zeitpunkt als sogenannte früh- bzw. spätphasisch aufgenommenen Bilder wurden jeweils in unterschiedlichen Einstellungen analysiert. Hierbei wurde zwischen einer standardisierten, zum Teil standardisierten und vollständig individuell gewählten Einstellung unterschieden, durch welche die Anfärbungen binarisiert wurden. Die Quantifizierung erfolgte mittels drei um die Cornea gezeichneten Ringen als Begrenzung, sowie der Unterteilung in Quadranten. Auch die Analyse der Mikrorupturen erfolgte durch das Einzeichnen eines inneren Ringes.

Ergebnis: Diese neue Methodik wird anhand erster klinischer Beispiele vorgestellt. Eine statistische Analyse mit einer Korrelation zum postoperativen Ergebnis ist in Arbeit.

Schlussfolgerung: Es soll geprüft werden, ob ein Kriterium entwickelt werden kann, das den Erfolg der durchgeführten Operation zu prognostizieren hilft und als operativer Biomarker gelten kann.