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38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)


18.-20.06.2026
Nuremberg

Meeting Abstract

Vergleich klinischer Ergebnisse zwischen Ahmed Glaucoma Valve und PAUL Glaucoma Implant zur Behandlung des uveitischen Glaukoms

Marc J. Mackert - Augenklinik und Poliklinik, LMU Klinikum, LMU München, München
Lara Buhl - Augenklinik und Poliklinik, LMU Klinikum, LMU München, München
Constance Liegl - Universitäts-Augenklinik Bonn, Bonn
Miranda Gehrke - Augenklinik und Poliklinik, LMU Klinikum, LMU München, München
Leonie Keidel - Augenklinik und Poliklinik, LMU Klinikum, LMU München, München
Stephan Thurau - Augenklinik und Poliklinik, LMU Klinikum, LMU München, München
Siegfried Priglinger - Augenklinik und Poliklinik, LMU Klinikum, LMU München, München
Wolfgang Walz - Universitäts-Augenklinik Bonn, Bonn
Frank G. Holz - Universitäts-Augenklinik Bonn, Bonn
Raffael G. Liegl - Augenklinik Dortmund, Universität Witten/Herdecke, Dortmund
Karl Mercieca - Universitäts-Augenklinik Bonn, Bonn

Text

Zielsetzung: Ziel dieser Studie war es, die chirurgischen Ergebnisse des Ahmed Glaucoma Valve (AGV) und des PAUL Glaucoma Implant (PGI) bei Augen mit uveitischem Glaukom ein Jahr nach der Operation zu vergleichen.

Methode: In diese retrospektive Studie wurden 47 Augen mit uveitischem Glaukom eingeschlossen. Davon erhielten 22 Augen ein AGV und 25 Augen ein PGI. Die Nachbeobachtungszeit betrug 12 Monate. Primäre Endpunkte waren die Raten an vollständigem und qualifiziertem chirurgischem Erfolg sowie das Versagen der Therapie. Sekundäre Endpunkte umfassten den intraokularen Druck (IOD), die Anzahl drucksenkender Medikamente, operationsbedingte Komplikationen sowie die Entfernung des intraluminalen Stents in der PGI-Gruppe.

Ergebnisse: Die demografischen und okulären Ausgangsparameter unterschieden sich nicht signifikant zwischen beiden Gruppen. Beide Verfahren führten nach 12 Monaten zu einer signifikanten Senkung des IOD im Vergleich zum Ausgangswert (AGV: von 31 mmHg [11–46] auf 14 mmHg [6–32], mediane Reduktion 61,1%, p < 0,0001; PGI: von 26 mmHg [12–46] auf 12 mmHg [5–21], mediane Reduktion 56,5%, p < 0,0001). Das Ausmaß der IOD-Senkung unterschied sich nicht signifikant zwischen den Gruppen. Nach einem Jahr wurde ein vollständiger chirurgischer Erfolg bei 9 Augen (41 %) in der AGV-Gruppe und bei 15 Augen (60%) in der PGI-Gruppe erreicht (p = 0,2). Ein qualifizierter Erfolg lag bei 11 Augen (50%) bzw. 15 Augen (60%) vor (p = 0,2). Eine Bleb-Needling-Prozedur mit adjuvantem 5-Fluorouracil war bei 5 Augen (23%) in der AGV-Gruppe erforderlich, während diese Maßnahme in der PGI-Gruppe nicht routinemäßig durchgeführt wurde. In keiner der beiden Gruppen war innerhalb des ersten Jahres eine zusätzliche drucksenkende Operation notwendig. Eine Entfernung des intraluminalen Stents erfolgte bei 10 Augen (40%) der PGI-Gruppe.

Schlussfolgerung: Sowohl die Implantation des AGV als auch des PGI führt bei uveitischem Glaukom nach einem Jahr zu vergleichbaren Ergebnissen hinsichtlich IOD-Senkung und chirurgischem Erfolg. In der AGV-Gruppe wurden vergleichbare Resultate jedoch unter zusätzlichem Einsatz postoperativer Bleb-Needling-Maßnahmen erzielt.