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38. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgie (DOC)


18.-20.06.2026
Nuremberg

Meeting Abstract

Klinische Ergebnisse und Wirksamkeit des Hydrus-Mikrostent bei Patienten mit pseudoexfoliativem Glaukom mit einer Nachbeobachtungszeit von 2 Jahren

Karsten Klabe - Internationale Innovative Ophthalmochirurgie, Düsseldorf
Andreas Fricke - Internationale Innovative Ophthalmochirurgie, Düsseldorf

Text

Zielsetzung: Es liegen nur wenige Daten zur Wirksamkeit des Hydrus Mikrostent bei der Behandlung des pseudoexfoliativen Glaukoms (PEX) vor. In dieser retrospektiven, nicht-interventionellen Studie beobachten und vergleichen wir den Einsatz glaukomatöser Medikamente vor und bis zu zwei Jahre nach der Implantation des Mikrostents.

Methode: Der Mikrostent wurde bei 68 Augen von 45 Patienten mit leichtem bis mittelschwerem PEX-Glaukom im Rahmen in Kombination mit einer Katarakt-Operation implantiert. Bei den Visiten wurde üblicherweise der intraokulare Druck (IOD), die Anzahl der drucksenkenden Medikamente, die Sehschärfe, Gesichtsfelddefekte und die Endothelzelldichte erfasst.

Ergebnis: Es wurden 68 Augen behandelt, von denen 4 einer chirurgischen Vorbehandlung und 7 einer SLT-Vorbehandlung unterzogen worden waren. Vor der Operation betrug der Augeninnendruck ohne Auswaschung 20,5 ± 5,4 mmHg. Ein Jahr und zwei Jahre nach der Operation sank der Augeninnendruck auf 15,8 ± 3,5 mmHg (n = 20) bzw. 16,6 ± 2,2 mmHg (n = 15). Die durchschnittliche Anzahl der IOD-senkenden Medikamente wurde von 1,1 ± 0,9 auf 0,25 ± 0,7 und 0,1 ± 0,3 reduziert. Bei 82% der Augen, die zuvor mit medikamentös behandelt worden sind, reduzierte sich die Medikamentenlast um mindestens ein Medikament.

Schlussfolgerung: Bei Patienten mit PEX besteht ein klinisch relevanter Unterschied in der Anzahl der IOD-senkenden Medikamente zwischen dem Zeitpunkt vor der Operation und bis zu 2 Jahren nach der Implantation eines Hydrus Mikrostents von mindestens einem Medikament bei gleichzeitiger moderater Drucksenkung. Die kombinierte Operation zeigt im Vergleich zu veröffentlichten Daten einer standalone-Kataraktoperation sowohl eine druckreduzierende Wirkung als auch eine länger anhaltende Verringerung der Medikamentenlast.