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German Congress of Orthopaedics and Traumatology 2026 (DKOU 2026)

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU), Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU)
20.-23.10.2026
Berlin

Meeting Abstract

Arthroscopische Psoas Tenotomy nach H-TEP – eine sichere und effiziente minimalinvasive Behandlung bei Psoassehnen-Impingement

Marco Ezechieli - ATOS Flletinsel Hamburg, Hamburg, Deutschland
Nikolai Ramadanov - Orthopädische Klinik, Brandenburg, Deutschland
Ricardo Ramon - Unfallchirurgie der MHH, Hannover, Deutschland
Manel Ribas - Clinica Dexeus Hip Unit, Barcelona, Spanien
Vittorio Belotti - Clinica Dexeus Hip Unit, Barcelona, Spanien
Carlomagno Cardenas - Clinica Dexeus Hip Unit, Barcelona, Spanien
Nihad Al-Hussin - Orthopädie Brüderkrankenhaus, Paderborn, Deutschland

Text

Zielsetzung und Fragestellung: Iliopsoas-Sehnen Impingement (IPI) kann bei liegneder Hüft-Totalendoprothese (H-TEP) als Komplikation auftreten. Nach erfolgloser konservativer Therapie ist das arthroskopische Psoassehnenrelaese als Option der Therapie bereits in der Literatur beschrieben. Insbesondere tritt das IPI bei Fehlpositionierung der Hüftpfanne auf, insbesondere die Retroversion, wo die Pfanne über den vorderen Pfannenrand hinausragt und die Psoassehne reizt.

Material und Methoden: 16 Patienten wurden bei IPI nach H-TEP und persistierenden Schmerzen mittels Hüft-Arthroskopie behandelt. Nach einer standatisierten konservativen Therapie und radiologischer Diagnostik wurde IPI diagnostiziert. Nach einer Infiltration mit positiver Antwort, wurde eine Hüft-Arthroskopie durchgeführt. Präoperativ und 6-Monate postoperativ wurden die PROM’s (visual analog scale (VAS), Harris Hip Score (HHs)) erhoben. Darüber hinaus eine Befragung zu der Patientenzufriedenheit.

Ergebnisse: 13/16 Patienten zeigten eine unzureichende Anteversion der Hüftpfanne (5° (0-15°)), in den konventionellen Röntgenbildern und dem CT. Alle 16 Patienten hatten mindestens eine 80% Besserung nach der ultraschallgestützten Infiltration und die Indikation zur Operation wurde gestellt. Der HHs score zeigte einen signifikanten Anstieg 6 Monate postoperativ von 62.95 ± 8.4 auf 88,7 ± 4.41. Ebenso zeigte sich ein signifikanter Anstieg der VAS von 7.7 ± 0,99 auf 1.34 ± 0.98. Es zeigten sich keine intraoperativen Komplikationen wie infection, Schmerzzunahme oder Nervenschaden. 3 Patienten profitierten nicht von der OP. bei 2/3 zeigte sich ein low-grade Infekt in den intraoperativ entnommen Proben, die zu einem H-TEP Wechsle führte.

Diskussion und Schlussfolgerung: Die Hüft-Arthroskopie ist eine minimalinvasive, sichere Technik, um das nach H-TEP auftretende IPI zu behnadeln. Es führt zu einer signifikanten klinischen Verbesserung und ist eine OPtion zum Pfannenwechsel bei unzureichender Anteversion der Hüftpfanne.