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28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Audiologie e. V.
04.-06.03.2026
Oldenburg

Meeting Abstract

Einfluss der Position der Referenzelektrode auf die Aufzeichnung von okulären vestibulär evozierten myogenen Potentialen (oVEMPs)

Torsten Rahne - Universitätsklinikum Halle (Saale), HNO, Halle (Saale), Deutschland
Julia Dlugaiczyk - Universitätsspital Zürich, Zürich, Schweiz
Laura Fröhlich - Universttätsklinikum Bonn, HNO, Bonn, Deutschland
Bo Håkansson - Chalmers University of Technology, Department of Electrical Engineering, Gothenburg, Schweden
Karl-Johan Fredén Jansson - Chalmers University of Technology, Department of Electrical Engineering, Gothenburg, Schweden
Luca Verrecchia - Karolinska Institutet, Department of Clinical Science, Intervention and Technology, Stockholm, Schweden
Hannah Schütz - Universitätsklinikum Halle (Saale), HNO, Halle (Saale), Deutschland

Text

Fragestellung: Okuläre vestibulär evozierten myogenen Potentialen (oVEMPs) sind ein wertvolles diagnostisches Werkzeug zur Beurteilung der Funktion des Utriculums und des vestibulo-okulären Reflexwegs und werden über bipolare Elektrodenkonfigurationen gemessen. Diese Studie untersuchte den Einfluss der Position der Referenzelektrode auf die oVEMP-Aufzeichnungen unter Verwendung verschiedener Knochenleituns-Stimulatoren (BCV) am Mastoid und an der Stirn (Fz).

Methoden: In einer prospektiven, explorativen Studie wurden an 21 gesunden jungen Erwachsenen oVEMP gemessen. Die Referenzelektrodenpositionen Standard (unterhalb des Auges), Nasion und Kinn wurden verglichen. Es wurden die Knochenleitungswandler B81 und B250 sowie die Stimulationsfrequenzen 250 Hz und 500 Hz verwendet.

Ergebnisse: Die Referenzelektrode in der Nasion-Position ergab größere oVEMP-Amplituden im Vergleich zu den Standard- und Kinn-Positionen. Die Nasion-Position führte auch zu kürzeren P15-Latenzen. Der B250-Wandler erzeugte etwas größere Amplituden als der B81, insbesondere bei 250 Hz-Stimulation.

Schlussfolgerungen: Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Verwendung einer Referenzelektrode an der Nasion-Position die Qualität der oVEMP-Aufzeichnung verbessern und möglicherweise den diagnostischen Wert dieses Tests in klinischen Settings erhöhen könnte.


References

[1] Rahne T, Schütz H, Dlugaiczyk J, Fröhlich L, Fredén Jansson KJ, Håkansson B. On the definition and implications of stimulus polarity for the recording of ocular vestibular evoked myogenic potentials. Hear Res. 2025 Sep;465:109344. DOI: 10.1016/j.heares.2025.109344
[2] Schütz HK, Dlugaiczyk J, Fröhlich L, Håkansson B, Fredén Jansson KJ, Verrecchia L, Rahne T. Influence of Reference Electrode Position on the Recording of Ocular Vestibular Evoked Myogenic Potentials. Otol Neurotol. 2026 Feb 1;47(2):e391-e399. DOI: 10.1097/MAO.0000000000004722