28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie e. V.
28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie e. V.
Chirurgische und elektrophysiologische Erfahrungen mit dem semi-robotischen Otodrive/Otoarm System
Text
Einführung: Die moderne Versorgung mit einem Cochlear Implantat legt ein besonderes Augenmerk auf eine Struktur- und Funktionserhaltende operative Vorgehensweise. Der roboter assistierten Insertion von Cochlea Implant Elektroden wird ein Vorteil in Bezug auf die Atraumatizität gegenüber einer manuellen Insertion zugesprochen. Das neue Otodrive/ Otoarm System ermöglicht eine Tremor freie Insertion mit einer Insertionsgeschwindigkeit von 0,1 mm/ sec.
Fragestellung der durchgeführten Studie war die vergleichende Evaluation elektrophysiologsicher Parameter unter der robotisch- assistierten Versorgung.
Material und Methoden: In einer vergleichenden Studie an 40 Patienten mit manueller und robotisch unterstützter Insertion einer Flex 28 Insertion verglichen wir intraoperative ECAP und Impedanzen sowie das Impedanzverhalten im zeitlichen Verlauf. Des Weiteren erfolgten Überlegungen zur Verbesserung der chirurgischen Abläufe.
Ergebnisse: Intraoperative ECAP und Impedanzmessungen zeigen keinen Unterschied zwischen manueller und robotischer Insertion. Im weiteren Verlauf finden sich niedrigere Impedanzen nach robotischer Insertion. In Einzelfällen lassen sich gute Restgehörergebnisse finden.
Diskussion: Elektrophysiologische Daten deuten auf eine Minderung des intracochleären Traumas durch eine robotisch-assistierte CI Elektrodeninsertion hin.



