Wintertagung der Berlin-Brandenburgischen Augenärztlichen Gesellschaft 2025
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Glaukomchirurgie nach Keratoplastik – Ergebnisse und Besonderheiten
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Ein therapiebedürftiges Glaukom nach perforierender oder lamellärer Keratoplastik stellt eine besondere klinische Herausforderung dar, da eine effektive Drucksenkung mit dem Erhalt der Transplantatfunktion in Einklang gebracht werden muss. Strukturelle Veränderungen, eingeschränkter Einblick, Synechien sowie prä- und postoperative Entzündungen limitieren die Auswahl und den Erfolg glaukomchirurgischer Verfahren. Am häufigsten kommen Trabekulektomie, Glaukomdrainage-Implantate und cyclodestruktive Verfahren zum Einsatz. Filtrierende Verfahren zeigen zwar eine stärkere und zuverlässigere Drucksenkung, sind jedoch mit einem erhöhten Risiko für Vernarbung des Filterkissens und konsekutiv notwendigen weiteren Eingriffen bei der Trabekulektomie aber auch zum Beispiel dem XEN-Gel-Stent oder mit einem erhöhten Risiko für Endothelzellschädigung und Transplantatversagen insbesondere bei den Glaukomdrainage-Implantaten assoziiert. Cyclodestruktive Verfahren sind endothelschonender, weisen jedoch eine geringere Vorhersagbarkeit auf. Insgesamt bleibt das Risiko eines Transplantatversagens erhöht, sodass eine individuelle, risikoadaptierte und möglichst endothel-schonende Therapiestrategie entscheidend ist.



