Wintertagung der Berlin-Brandenburgischen Augenärztlichen Gesellschaft 2025
Wintertagung der Berlin-Brandenburgischen Augenärztlichen Gesellschaft 2025
Regeneration des Hornhautendothels: was gibt es noch außer DMEK?
Text
Klinische Präsentation: Die DMEK-Operation ist inzwischen der Standard bei ausgeprägten Erkrankungen des Hornhautendothels. Die Notwendigkeit der Verwendung eines Transplantates birgt jedoch auch Nachteile wie den weltweiten Spendermangel, die Erfordernis einer langfristigen Steroidtherapie, eine mögliche Abstoßung sowie eine evtl. häufige Re-OP aufgrund einer Transplantat-Dehiszenz.
In diesem Beitrag werden drei Alternativen vorgestellt, die auf den Einsatz eines allogenen Transplantates verzichten.
Methodik/Behandlung:
- EndoArt ist eine künstliche Descemetmembran, die wie ein DMEK-Transplantat unter Lufteingabe retrocorneal adhäriert Hierdurch soll ein durch eine endotheliale Insuffizienz entstandenes Stromaödem zurückgedrängt werden.
- Bei der DSO wird lediglich eine Descemetorhexis durchgeführt und die Abheilung durch Migration der peripheren Endothelzellen abgewartet.
- In Japan haben gezüchtete Endothelzellen eine Zulassung zur Injektion in die Vorderkammer bekommen. Nach Absiedlung auf der denudierten Descemetmembran nehmen die Zellen
Verlauf: Die bisherigen Ergebnisse unter Verwendung jeweils eines dieser Techniken werden vorgestellt. Mit allen Techniken kann eine Stromaaufklarung/Visusanstieg auch im Langzeitverlauf erreicht werden.
Schlussfolgerung: EndoArt und DSO bleiben einer kleinen, selektiven Patientengruppe vorbehalten. Die Endothelinjektion erscheint vielversprechend, die europäische Zulassung ist jedoch nicht in naher Zukunft zu erwarten.



