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188. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte
06.-07.02.2026
Bochum

Meeting Abstract

Dortmunder Langzeitergebnisse nach MicroShunt-Revisionseingriffen

Sarah Korra - Dortmund
S. Fili - Dortmund
M. Kohlhaas - Dortmund

Text

Hintergrund: Der Vorteil des PreserFlo-MicroShunt-Implantats ist eine geringere postoperative Komplikationsrate im Vergleich zum Goldstandard der Trabekulektomie. Das Ziel dieser Arbeit ist, die Langzeitergebnisse nach einer offenen Revisionsoperation bezüglich der postoperativen Druckentwicklung, Komplikationen und weiteren Folgeeingriffe darzustellen.

Methoden: In die retrospektive Analyse wurden insgesamt 180 Patienten (197 Augen) eingeschlossen, die sich in dem Zeitraum von 2019 bis Anfang 2026 einer PreserFlo-MicroShunt-Implantation sowie einer offener Revision des Eingriffs im St. Johannes Hospital in Dortmund unterzogen haben. Folgende Baseline-Daten wurden erhoben: Demografische Daten wie Geschlecht und durchschnittliches Patientenalter zum Zeitpunkt des Revisionseingriffes, durchschnittlicher Zeitraum bis zur Revision sowie Glaukomform, Gründe für eine Revisionsoperation, Anzahl der antiglaukomatöser Augentropfen, durchschnittlicher präoperativer IOD und Dezimalvisus. Folgende weitere Daten wurden erhoben: Visusverlauf, Komplikationsrate, Folgeoperationen, Anzahl der antiglaukomatösen Augentropfen postoperativ, durchschnittliche IOD-Senkung nach der Revision zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Ergebnisse: Die Revisionsrate für eine offene Revision betrug c.a 7,53%. Davon brauchten c.a 20% einen weiteren Revisionseingriff. Präoperativ lag ein durchschnittlicher IOD von 23,86 (+/-9,49) mmHg vor. Eine signifikante IOD-Senkung konnte nach 6 Monaten mit einem durchschnittlichen IOD von 13,15 (+/-6,02) mmHg erzielt werden. Der durchschnittliche IOD 12 Monate nach der Operation betrug 11,56 (+/-4,68) mmHg. Die präoperative Anzahl der antiglaukomatösen Augentropfen konnte von 2,62 (+/-2,48) auf durchschnittlich 0,91 (+/-1,30) ein Jahr postoperativ gesenkt werden. Die häufigsten postoperativen Komplikationen, welche auftraten waren unter anderem ein mildes postoperatives Hyphäma mit 7,58%, eine transiente Bulbushypotonie mit c.a 28,27% sowie eine Aderhautamotio mit 15,17%.

Schlussfolgerungen: Nach einem offenen Revisionseingriff des PreserFlo-MicroShunts zeigt sich in der Verlaufsbeobachtung eine effiziente Drucksenkung unter Reduktion der antiglaukomatösen Augentropfen.