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188. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte
06.-07.02.2026
Bochum

Meeting Abstract

Wiederholte tiefe lamellare Keratoplastik (Re-DALK): eine Fallserie

Farouk Saidi - Dortmund
M. Kohlhaas - Dortmund

Text

Hintergrund: Die tiefe anteriore lamelläre Keratoplastik (DALK) wird zur visuellen und mechanischen Rehabilitation bei verschiedenen Krankheiten der Hornhaut durchgeführt. Voraussetzung ist ein gesundes Endothel. Vorteile der DALK im Vergleich zu der perforierenden Keratoplastik sind der minimale Endothelzellverlust, keine endotheliale Immunreaktion, keine Open-Sky-Situation, weniger Steroidverbrauch sowie weniger Glaukomproblematik. Nichtsdestotrotz kann immer eine Transplantatversagen oder Abstoßung (vor allem stromal) auftreten und eine erneute Keratoplastik wird dann benötigt (Re-DALK).

Analyse: Es handelt sich um eine Fallserie von der durchgeführten Re-DALK in unserer Abteilung, die in der letzten 10 Jahren durchgeführt worden sind. Eine Re-DALK wurde in ca. 1,6% der Fälle durchgeführt. Die Zeit zur Re-DALK war durchschnittlich 264,6 Tagen. Eingeschlossen wurden 5 Augen von 5 Patienten. Das durchschnittliche Alter ist 28 Jahre 11;68]. Die Indikationen waren: am ehesten neurotrophe Hornhautulzerationen (2), ein Transplantatdekompensation, eine Narbe nach Herpesrezidiv und eine kristalline Keratopathie bei Abstoßungsreaktion mit Gefäßeinsprossung im Stroma. Bei diesem Patienten haben wir als präoperative Maßnahme zur Behandlung der Neovaskularisation ein Crosslinking durchgeführt. Bei allen Patienten konnten die DALK relativ problemlos ausgetauscht werden. Postoperativ musste bei zwei Patienten im Intervall eine perforierende Keratoplastik durchgeführt werden. Die anderen drei Patienten weisen ein klares Transplantat mit Visusverbesserung. Schlussfolgerung; Die Re-DALK kann in ausgewählten Fällen bei rezidivierenden Keratitiden oder Transplantatabstoßung eine Option sein, insbesondere bei jungen Patienten.