Jahrestagung Kinderurologie 2026
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Das Kabuki Syndrom – kein Theater
Text
Einleitung: Das Kabuki Syndrom ist eine seltene Erkrankung mit einer Prävalenz von 1:32.000, einhergehend mit multiplen angeborenen Fehlbildungen und neurologischen Entwicklungsstörungen.
Oftmals weisen Patienten kongenitale Anomalien der Nieren und ableitenden Harnwege auf.
Die Diagnose kann durch genetische Tests bereits pränatal erfolgen, eventuell kann die Verdachtsdiagnose auch in der urologischen Sprechstunde gestellt werden.
Fallbericht: Vorstellung eines Patienten mit genetisch nachgewiesenem Kabuki-Syndrom und einer Patientin bei der die Diagnose im 4. Lebensjahr gestellt wurde. Beide mit verschiedenen Ausprägungen von Fehlbildungen im urogenitalen System, mit Nieren und Ureterdoppelanlage, Hydronephrose, VUR, dysplastisch ableitende untere Harnwege mit kleinkapazitärer Blase und Einschränkung der Nierenfunktion.
Diskussion: Bei nachgewiesenem Kabuki Syndrom ist ein Screening auf Nieren und Harnwegsauffälligkeiten sowie die Kontrolle der Nierenfunktion empfohlen, da die Prävalenz eventuell unterschätzt wird.
Zur Sensibilisierung, die Verdachtsdiagnose Kabuki Syndrom bei Kindern mit CAKUT oder eingeschränkter Nierenfunktion mit weiteren Fehlbildungen, zu stellen um eine patientengerechte Behandlung zu gewährleisten.



