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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Evaluation von Videoinformationsmaterial für Patient:innen mit Herzinsuffizienz in Hausarztpraxen: Studienprotokoll einer prospektiven Mixed-Methods-Studie

Tobias May - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland
Arian Karimzadeh - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland
Nora Müller - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland
Birgitta Weltermann - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland
Luisa Offenberg - Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Institut für Hausarztmedizin, Bonn, Deutschland; Universität Bonn, Universitätsklinikum Bonn, Bonner Netzwerk für Versorgungsforschung, Bonn, Deutschland

Text

Hintergrund: Die Herzinsuffizienz (HF) ist mit hoher Mortalität und häufigen Hospitalisierungen verbunden. Um die Prognose zu verbessern, sollen Patient:innen ihre Erkrankung verstehen, Symptome einordnen können und eine Therapieadhärenz entwickeln. Videobasiertes Informationsmaterial kann helfen, komplexe Inhalte niedrigschwellig zu vermitteln. Die Evidenz zur Wirksamkeit solcher Formate in der Patientenedukation ist jedoch begrenzt und heterogen. Während einzelne Studien positive Effekte bei HF-Patient:innen berichten, zeigen systematische Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen nur eingeschränkten Nutzen. Zudem ist die patientenzentrierte Evaluation der inhaltlichen und technischen Qualität von HF-Lehrvideos bislang unzureichend untersucht.

Zielsetzung/Fragestellung: Ziel ist die Evaluation von evidenzbasiertem Videoinformationsmaterial für Hausarztpatient:innen mit HF im Hinblick auf Qualität und Nutzerorientierung. Zusätzlich werden Optimierungspotenziale aus Sicht von Patient:innen und Hausärzt:innen untersucht.

Material & Methoden: In einer prospektiven Mixed-Methods-Studie werden Patient:innen mit HF über Hausarztpraxen rekrutiert. In einer ersten Phase werden die Videos mittels Think-Aloud-Methode aus Patient:innen- und Ärzt:innenperspektive evaluiert. Anschließend werden Verständlichkeit, Handlungsorientierung, Informationsqualität und technische Qualität der Lehrvideos mithilfe des Patient Educational Materials Assessment Tool for Audiovisual Materials (PEMAT A/V), der Global Quality Scale (GQS), dem mDISCERN und Subskalen des Medical Quality Video Evaluation Tool (MQ-VET) bewertet. Ergänzend werden semistrukturierte Interviews mit einer gezielten Stichprobe durchgeführt, um Verbesserungspotenziale und Anforderungen an die Lehrvideos zu identifizieren.

Ergebnisse: Die Ergebnisse werden zur Weiterentwicklung einer validierten Videoserie als Teil einer komplexen digitalen Intervention (PIA-HF) beitragen.

Diskussion: Das Videoinformationsmaterial wird durch Patient:innen und Hausärzt:innen hinsichtlich mehrerer Qualitätsdimensionen mit einem Mixed-Methods-Ansatz evaluiert, um eine patientenzentrierte Intervention zu entwickeln.

Take Home Message für die Praxis: Die Lehrvideos fungieren als Brücke zwischen Arztgespräch und häuslichem Selbstmanagement. Eine systematische Evaluation kann helfen, Barrieren bei der Implementierung zu vermeiden.

Interessenkonfliket: Keine