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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Allergieprävention zwischen Evidenz und Unsicherheit: Aktuelle Ergebnisse und methodische Herausforderungen in Evidenz und Leitlinien

Jonas Lander - Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Hannover, Deutschland
Antonia Sprenger - Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Magdeburg, Deutschland
Katharina Sieferle - Pädagogische Hochschule Freiburg, Public Health und Health Research i. Gr, Freiburg, Deutschland
Claudia Hasenpusch - Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Magdeburg, Deutschland
Sudip Karki - Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Magdeburg, Deutschland
Paula Kuper - Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Magdeburg, Deutschland
Magdalena Rohr - Universität Regensburg, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Regensburg, (KUNO Kliniken), Klinik St. Hedwig, Barmherzige Brüder Regensburg, Regensburg, Deutschland
Robert Nunner - Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung, Magdeburg, Deutschland
Susanne Brandstetter - Universität Regensburg, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Regensburg, (KUNO Kliniken), Klinik St. Hedwig, Barmherzige Brüder Regensburg, Regensburg, Deutschland

Text

Namen der Moderierenden sowie der Vortragende: Jonas Lander (Moderation)

Katharina Sieferle

Antonia Sprenger

Paula Kuper

Claudia Hasenpusch

Sudip Karki

Magdalena Rohr

Robert Nunner

Susanne Brandstetter

Hintergrund: Allergische Erkrankung sind hochprävalent, kostenintensiv und können Lebensqualität, psychische Gesundheit und Mortalität beeinträchtigen. Da sie meist nicht ausheilen, sind Betroffene auf belastende Vermeidungs- und Symptomkontrollstrategien angewiesen. Ihre Prävention ist daher eine wichtige Priorität der öffentlichen Gesundheit.

Besonders im Zuge des Paradigmenwechsels hin zur frühen Toleranzentwicklung wurde die Wirksamkeit zahlreicher Präventionsstrategien untersucht, oft mit inkonsistenten Ergebnissen (z.B. bei Hautpflege). Diese breite und dynamische Evidenzbasis ist schwer zu überblicken und führt zu Unsicherheiten bei Betroffenen, Gesundheitsfachkräften, Forschenden sowie Leitliniengruppen.

Zielsetzung/Fragestellung: Ziel des Symposiums ist daher, 1) aktuelle Empfehlungen und Kontroversen der Allergieprävention anhand von Leitlinien darzustellen, 2) die Wirksamkeit ausgewählter Präventionsstrategien und Methoden der Evidenzgenerierung und -synthese kritisch zu beleuchten und 3) die Entwicklung eines Evidenzökosystems vorzustellen und zu beurteilen.

Diskussionspunkt: Im Symposium wird sichtbar, dass Evidenz zu Allergiepräventionsstrategien vielfach unsicher und wenig belastbar ist. In korrespondierenden Leitlinien zeigen sich teils widersprüchliche Empfehlungen. Gleichzeitig verdeutlicht das Symposium die Herausforderungen und Stärken verschiedener methodischer Zugänge.

Inhalt:

Katharina Sieferle: Aktuelle Empfehlungen zu Allergieprävention: Konsens und Divergenzen in internationalen Leitlinien

Paula Kuper & Claudia Hasenpusch: Zeitpunkt der Beikosteinführung zur frühkindlichen Allergieprävention: Ergebnisse eines Overviews of Reviews und methodische Implikationen

Antonia Sprenger & Paula Kuper: Hautpflegeinterventionen bei Kleinkindern zur Prävention von Ekzemen und Nahrungsmittelallergien: Ergebnisse einer Systematischen Übersichtsarbeit und Individual Participant Data Metaanalyse und methodische Implikationen

Sudip Karki: Pro- and Synbiotic Supplementation during Pregnancy and Infancy to Prevent Atopic Eczema: A Systematic Review and Individual Participant Data Meta-Analysis

Susanne Brandstetter & Magdalena Rohr: Stillverhalten im Kontext der Allergieprävention: Deskriptive Ergebnisse aus der KUNO-Kids Gesundheitsstudie und methodische Implikationen

Robert Nunner: Allergy Prevention L·OVE: Entwicklung eines strukturierten, öffentlich zugänglichen Evidenzrepositoriums zur Allergieprävention

Take Home Message für die Praxis: Die Allergieprävention ist durch eine unsichere und teils widersprüchliche Evidenzlage geprägt, was konsistente Leitlinien erschwert. Ein Bedarf an besserer Orientierung für Praxis und Betroffene bleibt bestehen.

Interessenkonflikte: Prof. Dr. Christian Apfelbacher ist PI und Sprecher der Forschungsgruppe HELICAP und zugleich im Kongresspräsidium der diesjährigen DGSMP.

Im Rahmen von HELICAP ist dieser Abstract/dieses Symposium entstanden.

Die eingereichten Abstracts wurden unabhängig erstellt. Es bestand kein Einfluss auf Auswahl- oder Begutachtungsprozesse; entsprechende Maßnahmen zur Wahrung der Unabhängigkeit und Objektivität wurden eingehalten.