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Gesundheit gestalten
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen
Gesundheit gestalten
Evidenzbasierte Medizin in unsicheren politischen Zeiten: welche Handlungsoptionen und Alternativen gibt es?
Text
Namen der Moderierenden sowie der Vortragende: Moderation: N.N.
Vortragende
Priv.-Doz. Siw Waffenschmidt
Katja Felgenträger
Dr. Vanessa Piechotta,
Prof. Dr. Dr. Daniel Strech
Hintergrund: Unter der aktuellen US-Administration hat sich die Wissenschaftspolitik in den USA stark verändert, was auch weitreichende Folgen für die evidenzbasierte Medizin in deutschsprachigen Ländern und in Europa haben könnte. Wir verfolgen Umstrukturierungen in Gesundheitsbehörden, Kürzungen und den Rückzug aus internationalen Kooperationen und spüren bereits erste Auswirkungen.
Zielsetzung/Fragestellung: Das Symposium diskutiert mit unterschiedliche Akteure im Gesundheitswesen diese Veränderungen, Handlungsoptionen, Lösungen und wie mit Einschränkungen umgegangen werden kann.
Diskussionspunkt: Mögliche Lösungen und Handlungsoptionen für aktuelle Szenarien sowie die nächsten Schritte für langfristig Alternativen.
Inhalt: Alternativen bei der Informationsbeschaffung (Felgenträger, Waffenschmidt)
Für den möglichen Wegfall von PubMed und ClinicalTrials.gov werden Handlungsoptionen berichtet. Anhand von praktischen Beispielen werden Alternativen von Informationsquellen aufgezeigt und von weiteren europäischen Aktivitäten informiert.
Impfempfehlungen unter politischem Druck: Internationale Zusammenarbeit der Impfkommissionen und die Unabhängigkeit der STIKO (Piechotta)
Gefolgt von einem Wechsel der Fachexpert:innen der US-amerikanischen Impfkommission, strebt die US-Regierung deutliche Einschränkungen im Impfplan an. Dies hat auch direkte Auswirkungen auf andere Impfkommissionen sowie auf deren internationale Zusammenarbeit. Im Vortrag beleuchtet werden Herausforderungen und Chancen der Impfsurveillance, -Akzeptanz und Empfehlungsprozesse auf nationaler, als auch europäischer Ebene.
Science Washing: Wenn Qualitätsstandards politisch instrumentalisiert werden (Strech)
Ausgehend vom US-Dekret „Restoring the Gold Standard of Science“ zeigt der Vortrag, wie Forderungen nach Transparenz, Reproduzierbarkeit und Integrität politisch instrumentalisiert werden können. Dies gefährdet nicht nur die Wissenschaftsfreiheit in den USA, sondern auch die Grundlagen evidenzbasierter Medizin und Gesundheitspolitik. Diskutiert werden Handlungsoptionen, wie institutionelle Resilienz, unabhängige Standards und glaubwürdige Reformen guter wissenschaftlicher Praxis.
Take Home Message für die Praxis: Veränderungen, bedingt durch den Wegfall von US-Unterstützungen, sind bereits spürbar. Die gegenwärtige Situation bietet der europäischen EbM-Community die Chance, neue Strukturen und robuste Kollaborationen aufzubauen. Dafür ist eine verstärkte Unterstützung durch die Wissenschaftspolitik unerlässlich, welche die Anstrengungen der Wissenschaftscommunities unterstützt.
Interessenkonflikte: Keine



