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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

From Playing to Planning – spielbasiertes Lernen für integrierte Gesundheitsplanung

Susanne Pruskil - Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, Gastprofessur für den ÖGD, Deutschland
Chiara Dämmer - Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, Gastprofessur für den ÖGD, Deutschland
Charlotte Dries - Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, Gastprofessur für den ÖGD, Deutschland
Felix Freigang - Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, Gastprofessur für den ÖGD, Deutschland
Tim Holetzek - Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie, Deutschland

Text

Hintergrund: Gesundheitssysteme stehen vor komplexen Herausforderungen wie steigenden Versorgungsbedarfen, Fachkräftemangel und Krisen (z.B. Pandemien, Krieg). Unter Bedingungen begrenzter Ressourcen und Unsicherheit gewinnt eine integrierte Gesundheitsplanung an Bedeutung, um Wirksamkeit, Fairness und Resilienz sicherzustellen. Gesundheitsplanung erfordert dabei neben fachlichem Wissen eine Bandbreite an Kompetenzen (u. a. analytische Kompetenzen, Kompetenzen zur Entscheidungsfindung, Governance- und Transferkompetenzen). Diese lassen sich in klassischen Lernformaten nur begrenzt praxisnah vermitteln. Spielbasierte Lernformate bieten hier einen Ansatz, um integrierte Gesundheitsplanung unter Unsicherheit und Ressourcenknappheit in einem realitätsnahen Setting erfahrbar zu machen und so die Entwicklung entsprechender Kompetenzen zu unterstützen.

Zielsetzung/Fragestellung: Der Beitrag untersucht das Potenzial spielbasierter Lernformate zur Vermittlung zentraler Kompetenzen integrierter Gesundheitsplanung in Aus-, Fort- und Weiterbildung am Beispiel des Serious Game “Health Resource Allocation Game”.

Diskussionspunkt: Diskutiert wird der Einsatz spielbasierter Lernformate zur Vermittlung von Gesundheitsplanungskompetenzen, insbesondere ihr Nutzen sowie ihre Einsatzmöglichkeiten und Grenzen in Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Inhalt: Der Beitrag basiert auf Erfahrungen aus der Hochschullehre im Brandenburger Modellstudiengang Medizin, in dem das Health Resource Allocation Game implementiert wurde. In dem Spiel werden zentrale Schritte integrierter Gesundheitsplanung praktisch durchlaufen: von der Analyse von Bedarfen über die Nutzung und Bewertung von Daten bis hin zur Priorisierung unter Ressourcenknappheit und der Aushandlung von Entscheidungen zwischen unterschiedlichen Perspektiven. Teilnehmende übernehmen dabei unterschiedliche Rollen und erleben die Auswirkungen ihrer Entscheidungen im weiteren Spielverlauf. Zentrale Kompetenzen integrierter Gesundheitsplanung werden so in einem praxisnahen Setting erprobt, das sich als kompaktes Trainingsformat erwiesen hat.

Take Home Message für die Praxis: Spielbasierte Lernformate eröffnen neue didaktische Möglichkeiten für die Aus-, Fort- und Weiterbildung im Gesundheitswesen und können die praxisnahe Entwicklung zentraler Kompetenzen integrierter Gesundheitsplanung unterstützen.

Interessenkonflikte: Keine