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Gesundheit gestalten

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM), Deutsche Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
30.09.2026-02.10.2026
Göttingen

Meeting Abstract

Entwicklung eines generisch einsetzbaren Fallkonferenzkonzeptes für die Versorgung von Patient:innen mit (Verdacht auf) postakute Infektionssyndrome

Christine Becker - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Elena Biehler - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Rahel Weber - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Kathrin Sesterheim - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Annika Baldauf - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Karin Tarbet - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Aida Sharifzadeh Tadi - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Ying Zhang - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Verena Zimmermann-Schlegel - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Daniela Roesch-Ely - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Brigitte Wildemann - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Attila Altiner - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
Sandra Stengel - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland

Text

Hintergrund: Menschen mit (Verdacht auf) Postakute Infektionssyndrome (PAIS) erleben im Gesundheitssystem Unsicherheit sowie Unter-, Über- und Fehlversorgung. Die Long-COVID-Richtlinie des G-BA empfiehlt zur Bewältigung der oft komplexen Symptomatik eine primärversorgungsbasierte, gestufte Diagnostik und Therapie mit bedarfsorientierter Einbindung interdisziplinärer und interprofessioneller Behandler und Sektoren. Zentrale Elemente sind u.a. der Einsatz telemedizinischer Fallbesprechungen sowie eine patient:innenzentrierte Herangehensweise.

Zielsetzung/Fragestellung: Es soll die Entwicklung eines generisch einsetzbaren Fallkonferenzkonzeptes für die telemedizinische Einbindung verschiedener Akteure im Rahmen einer komplexen Intervention zur Versorgung von Patient:innen mit (vermutetem) PAIS im Projekt COFIDENCE vorgestellt werden.

Material & Methoden: Aufbauend auf Erfahrungen eines interdisziplinär arbeitenden universitäreren Post-COVID-Ambulanzsettings im Projekt 7-PCS (2023–2024) wurde das das Konzept im Rahmen des Projektantrags CONFIDENCE (2023–2025) unter Einbindung mehrerer ärztlicher Disziplinen, Gesundheitsberufe und Patient:innen weiterentwickelt. Ergebnisse von Literaturrecherchen und Erfahrungen aus anderen Fallkonferenzkonzepten wurden strukturiert integriert und in Diskussionsrunden auf Basis praktischer Erfahrungen reflektiert.

Ergebnisse: Kernelemente des entwickelten Fallkonferenzkonzepts sind die Einbindung der primärversorgenden Perspektive, die Erhebung patient:innenzentrierter Ziele, Vorwissen der Teilnehmenden, Strukturierung des Prozesses, evidenzbasierte und bedarfsgerechte Einbindung verschiedener Akteure. Wichtiges Ziel der Fallbesprechung ist die gemeinsame Entscheidungsfindung mit konsentierten Empfehlungen mit definiertem Empfehlungsgrad, mündend in eine strukturierte Dokumentation.

Diskussion: Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der zum Kongresszeitpunkt vorliegenden Erfahrungen aus dem Projekt CONFIDENCE diskutiert. Dabei werden Ressourcen, Förderfaktoren und Barrieren sowie Übertragbarkeit und Adaptierbarkeit auf verschiedene Einrichtungen und Settings berücksichtigt.

Take Home Message für die Praxis: Für die Versorgung von Patient:innen mit komplexen und langwierigen Krankheitsbildern ist die Berücksichtigung der Perspektive von Primärversorgung sowie Betroffenen in der Erarbeitung umsetzbarer Diagnostik- und Therapieempfehlungen unabdingbar. Durch ein generisch einsetzbares Konzept lassen sich bedarfsorientiert Akteure einbinden.

Interessenkonflikte: Keine